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Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen

Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen

Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen (GEA)

Erneuerbare Energiequellen zur Erzeugung „eigener Energie“ sind auf dem Vormarsch

Durch das Konzept der gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage, festgelegt im ElWOG (Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz), wird die Nutzung von Dachflächen nicht nur auf Einfamilienhäusern, sondern auch auf Mehrparteienhäusern, Bürogebäuden oder Einkaufszentren möglich. PV hält damit vermehrt Einzug in das städtische Gebiet. Mieter sowie Eigentümer können demnach Einspeiseanlagen gemeinschaftlich nutzen.

Vorteile Gemeinschaftlicher Erzeugungsanlagen:

Kostenersparnis

Je lokaler Erzeugung und Verbrauch stattfinden desto größer kann auch die Ersparnis bei den Netzkosten ausfallen

Sozialgemeinschaftliche Bewusstseinsbildung

Gemeinschaftliche lokale Erzeugung und gemeinschaftlicher lokaler Verbrauch der Energie fördert Bewusstsein für energieeffiziente Nutzung der Energie

Förderung des Umweltgedankens der Gesellschaft

Verantwortungsvoller Umgang mit Energieressourcen durch gelebten Umwelt- und Klimaschutzgedanken

Alle Anschlusswerber der gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage sowie die gemeinschaftliche Erzeugungsanlage befinden sich auf der selben Hauptleitung.

Der Betreiber der gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage muss Netzkunde am Erzeugungszählpunkt (und damit auch am Verbrauchszählpunkt des Messgerätes) sein.

Der Betreiber der gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage muss unter anderem mit den Teilnehmern folgende Vereinbarungen treffen:

  • Bestimmung eines Betreibers/Anlagenverantwortlicher, der auch gegenüber dem Netzbetreiber als Ansprechperson genannt wird
  • Datenverwaltung und Datenbearbeitung der Energiedaten der Erzeugungsanlagen und der Verbrauchsanlagen der teilnehmenden Netzbenutzer durch den Netzbetreiber
  • Betrieb, Erhaltung und Wartung der Erzeugungsanlagen sowie die Kostentragung
  • Haftung und allfällige Versicherungen

Für weiterführende Informationen folgen Sie dem Link Oesterreichs Energie: Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen. Die vollständigen Vorraussetzungen sind im ElWOG §16a zu finden.

 

Für den branchenspezifischen Datenaustausch muss die GEA auf der Informationsplattform der österreichischen Energiewirtschaft (www.ebutilities.at) registriert werden.

Der Betreiber von gemeinschaftlichen Erzeugungsanlagen erhält damit eine eindeutige Kennung, die sogenannte EC-Nummer (GCxxxxxx).

Die zwei zulässigen Methoden unterscheiden sich wie folgt:

Bei der statischen Aufteilungsmethode wird jedem Teilnehmer ein vorab fixer Anteil (Prozentsatz) der Erzeugung zugeordnet. Nicht verbrauchte Energie jedes Teilnehmers wird als Überschuss dem Erzeugungszählpunkt zugeteilt. Vorteil der statischen Aufteilung ist die einfache Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit.


Bei der dynamischen Aufteilungsmethode wird eine flexible Zuordnung der erzeugten Mengen nach dem jeweiligen tatsächlichen Verbrauch der Teilnehmer vorgenommen. In diesem Fall wird nur ein eventueller Gesamtüberschuss in der GEA dem Erzeugungszählpunkt zugeteilt. Die dynamische Aufteilung ist aufgrund der gewissermaßen optimierten Aufteilung des erzeugten Stroms im Allgemeinen wirtschaftlicher.

Für den Betrieb der GEA muss derzeit durch den Betreiber per Mail (an netzbetreiber@kaerntennetz.at) ein Antrag gestellt werden:

Betreff: „Antrag zum Betrieb einer gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage“

Mindestinhalt:

  • Zählpunktsbezeichnung Erzeugungsanlage
  • ID der Marktpartnerrolle einer gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage (GC……)
  • Statisches oder dynamisches Aufteilungsmodel
  • Name des Betreibers der GEA
  • Straße, Hausnummer
  • PLZ, Ort
  • Telefonnummer
  • Mailadresse
  • Firmenbuchnummer/Vereinsnummer/Geburtsdatum

Für den Anlagenstandort der Erzeugungsanlage:

  • Straße, Hausnummer
  • PLZ, Ort 

Die KNG überprüft den Antrag und sendet nach Erfüllung aller Voraussetzungen den Vertrag zum Betrieb einer GEA in zweifacher Ausfertigung, firmenmäßig gezeichnet an den Betreiber der GEA. Darauffolgend übermittelt der Betreiber ein gegengezeichnetes Exemplar an die KNG.

Im österreichischen Energiemarkt erfolgt der Datenaustausch über die Datenaustauschplattform EDA (Energiewirtschaftlicher Datenaustausch). Für die Abwicklung der Datenaustauschprozesse bezogen auf GEA, stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Prozessumsetzung in eigener IT-Landschaft (EDA Messenger oder EDA E-Mail)
  • Nutzung eines IT-Dienstleisters
  • Nutzung des EDA-Anwenderportals (https://eda.at/anwenderportal.html)

Für weitere Informationen bezüglich des Datenaustausches besuchen Sie https://www.eda.at/.
 

Der Registrierungsprozess laut Prozessablauf (ersichtlich unter www.ebutilities.at) muss für jeden Zählpunkt der teilnehmenden Verbrauchsanlagen durchgeführt werden. Hinweis: der Verbrauchszählpunkt der Erzeugungsanlage darf nicht als teilnehmende Verbrauchsanlage registriert werden. Dieser „Eigenverbrauch“ ist bereits pyhsikalisch berücksichtigt.

Voraussetzung zur Registrierung ist die Unterzeichnung der Zusatzvereinbarung zum Netzzugangsvertrag durch die Teilnehmer. Dieses Dokument steht als Vorlage auf der Homepage der KNG unter dem Reiter „Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften/Notwendige Unterlagen“ zur Verfügung.

Dieses Dokument muss laut Beschreibung (www.ebutilities.at) dem Registrierungsprozess angefügt werden.

 

Der Aktivierungsprozess laut Prozessablauf (ersichtlich unter www.ebutilities.at) muss für jeden registrierten Zählpunkt durchgeführt werden.

Voraussetzung zur Aktivierung ist der abgeschlossene Registrierungsprozess und die Aktivierung der Viertelstunden-Auslesung.


Die in der Gemeinschaft erzeugte Energie wird vom Netzbetreiber nun den aktivierten Teilnehmern für den zeitgleichen Verbrauch zugeordnet.

Die KNG-Kärnten Netz GmbH versendet nun periodisch Zeitreihen an die GEA und verrechnet die verordneten Netznutzungstarife (laut jeweils gültiger Novelle der SNE-V) für den zeitgleich erzeugten jeweiligen Anteil aus der gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage verminderten Energiebezug, den sogenannten Restnetzbezug.

Notwendige Unterlagen

Links

Weiterführende Infos