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HÄUFIGE FRAGEN UND ANTWORTEN

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VER­SORG­UNGS­SICHER­HEIT

Stromnetz

Allgemein

Im Gegensatz zur Stromaufbringung ist der Betrieb der Stromnetze ein Monopol geblieben. Die Stromnetze müssen aber für jedermann zu behördlich geregelten Tarifen frei zugänglich sein. Die Energie-Control Austria hat daher eine Verordnung erlassen in der sämtliche Systemnutzungstarife festgelegt sind. Diese finden Sie hier.

Der Netzbetreiber stellt das Energienetz zur Verfügung — er errichtet und betreibt es — und ist für die Instandhaltung verantwortlich. Diese sind ortsabhängig und nicht frei wählbar.
Energielieferanten nutzen diese Infrastruktur und stellen Strom sowie Gas für die Kunden bereit. Sie sind frei wählbar.

Den Liefervertrag schließen Sie mit einem Energielieferanten, dieser ist verantwortlich für die Bereitstellung von Strom und Gas.

Strom Neuanschluss

Ganz einfach und bequem in unserem Portal beantragen.

Wenn Sie den Anschluss in unserem Portal beantragt haben, bekommen Sie — je nach Größe und Leistungsbedarf der gewünschten Anlage — innerhalb von 14 Tagen eine Rückmeldung von uns.

Um unsere Planungsarbeiten zu erleichtern, sind Bauplan bzw. Aufschließungsplan von Vorteil.

Je nach Anschluss, benötigen wir im Vorhinein technische Spezifikationen ihrer Gegebenheiten vor Ort. Ein Elektrofachmann kann den Antrag für Sie stellen oder Ihnen wertvolle Tipps für das Ausfüllen geben.

Damit der neue Anschluss in Betrieb genommen werden kann, benötigen Sie:
 

  • Unterfertigtes Angebot für den Netzanschluss (Kärnten Netz)
  • Fertigstellungsmeldung (Elektriker)
  • Abgeschlossener Liefervertrag (Energielieferant)
     

Sobald die Montage beendet ist und der Zähler montiert wurde, kann der Anschluss genutzt werden.

Baustromanschluss

Prinzipiell können Sie im Einvernehmen mit dem Netzbetreiber Grab- und Wiederherstellungsarbeiten selbst erbringen. Diese beschränken sich auf: Kabelgrabarbeiten, Einmauern von Kabelkästen und Beistellung der baulichen Teile von Transformatorstationen.

Eine Fertigstellungsmeldung ist der Nachweis, dass Ihre Anlage nach den geltenden Bestimmungen errichtet worden ist. Sie wird von einem konzessionierten Elektriker ausgestellt, welcher die Anlage in Ihrem Auftrag errichtet hat.

Dieser wird von der ausführenden Baufirma oder von Ihrem konzessionierten Elektriker bereitgestellt.

Der Baustromkasten wird von einem konzessionierten Elektriker vorbereitet und von uns beim vordefinierten Anschlusspunkt angeschlossen.
Beim Baustromanschluss gilt dasselbe wie bei einem Hausanschluss: vor der Inbetriebnahme werden eine Fertigstellungsmeldung und ein Liefervertrag benötigt.

Änderungen Hausstromanschluss

Den Antrag zur Änderung Ihres bestehenden Netzanschlusses können Sie im Kundenportal stellen.

Je nach Anschluss-Situation kann es zu etwaigen Kostenbeteiligungen kommen. 

E-Ladestation

Generell müssen Sie uns eine Ladestation für ein Elektroauto melden.
Dies kann einfach in unserem Portal mit Unterstützung vom ausführenden Elektriker beantragt werden. Für den Betrieb einer E-Ladestation ist eine netztechnische Beurteilung notwendig.
Die Ladebox selbst kann nicht bei uns gekauft werden.

Die gesamte Installation wird von Ihrem beauftragten Elektriker durchgeführt.
Es gibt verschiedene Anschlussvarianten, diese können nur vor Ort festgelegt werden.

Seitens der Kärnten Netz entstehen für die netztechnische Beurteilung und für die Zusage zur Betriebserlaubnis keine Kosten.

Photovoltaik

Sie erhalten die Zählpunktnummer automatisch nach der Beurteilung des Antrags für Ihre geplante Erzeugungsanlage bzw. nach Erhalt des unterschriebenen Netzzutrittsangebots.

Ja. Sie müssen vor der Errichtung der Anlage einen Antrag stellen. Auf Basis dieses Antrages wird eine netztechnisch Beurteilung durchgeführt. 

Nein, außer der Zählerkasten entspricht nicht mehr den technischen Vorschriften. Dies ist mit Ihrem Elektriker zu klären.

Es handelt sich hier um eine Kleinsterzeugungsanlage für Strom mit einer maximalen Wechselrichterleistung von 800 W, wobei eine Meldung beim Netzbetreiber erforderlich ist. Diese können Sie im Kundenportal unter Antrag Einspeiseanlage ohne Energiespeicher/ Technische Anlagendaten /Einspeiseart/Kleinsterzeugeranlage selbstständig erledigen.

Begriffe rund um Ihre Stromrechnung

Bezahlen Sie Ihre Stromrechnung mittels den von uns übermittelten Zahlscheinen, so wird ein allfälliges Guthaben für die folgenden zwei Teilzahlungsbeträge verwendet. Ein darüber hinaus gehender Gutschriftsbetrag wird auf Wunsch ausbezahlt. Wenn Sie ihre Rechnung per Zahlschein bezahlen und nach zwei Teilzahlungsbeträgen ein Restguthaben übrig bleibt, können Sie sich dieses auf Wunsch ausbezahlen lassen. 

Eine bundesweit gesetzlich geregelte und einheitliche Abgabe auf die Lieferung und den Verbrauch von elektrischer Energie (pro kWh).

Der Messpreis beinhaltet die Kosten des Netzbetreibers für die Errichtung und den Betrieb von Zähleinrichtungen, die Eichung und die Verbrauchsermittlung/Ablesung. 

Die mit dem Netzbetreiber vereinbarte bzw. tatsächlich in Anspruch genommene Anschlussleistung für den Zählpunkt in kW.

Die Summe aus Netznutzungsentgelt, Netzverlustentgelt und Messpreis.

Die Abgeltung der Kosten für Errichtung, Ausbau, Instandhaltung und Betrieb des Netzsystems.

Beim Energietransport entstehen Netzverluste. Für den Ausgleich muss Energie eingekauft werden. Die Kosten für den Einkauf dieser Energie werden durch das Netzverlustentgelt abgegolten.

Einmalig zu leistendes Entgelt, womit dem Netzbetreiber alle Aufwendungen abgegolten werden, die durch die erstmalige Herstellung eines Anschlusses an ein Netz oder die Abänderung eines Anschlusses infolge einer Erhöhung der Anschlussleistung eines Netzbenutzers zwischen dem Netzanschluss und der Kundenanlage unmittelbar entstanden sind (im Sinne des § 7 Z 48 ElWOG 2010). 

Der Ökostromförderbeitrag dient zur Förderung von KWK-Anlagen, Kleinwasserkraftanlagen, mittleren Wasserkraftanlagen sowie sonstigen Ökostromanlagen.

Die Teilzahlungsbeträge werden aufgrund des Vorjahresverbrauchs errechnet. Bei der Jahresabrechnung werden die bezahlten Teilzahlungsbeträge mit den tatsächlichen Kosten der Jahresabrechnung gegengerechnet. Mit jeder Jahresabrechnung werden die Teilzahlungsbeträge neu errechnet.

Der Einspeise- und/oder Entnahmepunkt, an dem ein Energiefluss zähltechnisch erfasst und registriert wird.

Gesetzlich geregelter Förderbetrag für elektrische Energie aus Kraftwärmekopplungs-, mittleren Wasserkraft- und sonstigen Ökostromanlagen sowie Abgeltung für Mehraufwendungen der Ökostromabwicklungsstelle OeMAG. Der Betrag ist von jedem Kunden zu entrichten, wird vom Verteilernetzbetreiber eingehoben und an die OeMAG abgeführt.

Ein Einspruch gegen die Rechnung kann innerhalb von 3 Monaten ab Ausstellungsdatum schriftlich eingebracht werden. Ein Einspruch berechtigt nicht zum Zahlungsaufschub oder zur Zahlungsverweigerung hinsichtlich unstrittiger Teile der Rechnung.

Allgemeine Infos rund um Ihre Stromrechnung

Ja. Der Haushalt muss, um den Netzkostenzuschuss zu erhalten, von den Erneuerbaren-Förderkosten (EAG) bzw. von den Rundfunkgebühren (GIS) befreit sein. Für diese Haushalte gibt es einen Zuschuss von 75% der vom Netzbetreiber verrechneten Systemnutzungsentgelte bis zu maximal 200 Euro — je nach Höhe des Verbrauchs. Der Netzkostenzuschuss wird zwischen 1. Jänner 2023 (mit Inkrafttreten der neuen Systemnutzungsentgelte-Verordnung der E-Control) und 30. Juni 2024 gewährt. Dieser wird automatisch bei der Rechnungsstellung berücksichtigt. Die Befreiung von den EAG-Förderkosten kann bei Erfüllung der Voraussetzungen hier beantragt werden. 

Alle aktuellen Entgelte finden Sie in unserem Preisblatt. Die geltenden Netzentgelte werden von der Regulierungsbehörde (Energie-Control Austria) verordnet und im Bundesgesetzblatt (BGBl.) verlautbart. Diese finden Sie unter e-control.at & kaerntennetz.at.

Soweit nichts anderes vereinbart ist, wird der Netzzugangsvertrag gemäß den Allgemeinen Verteilernetzbedingungen auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Er kann vom Netzkunden zum Ende eines jeden Kalendermonats unter Einhaltung einer einmonatigen Kündigungsfrist gekündigt werden, sofern nichts anderes vereinbart ist. Bestimmungen hinsichtlich Beendigung der Leistungen und des Vertragsverhältnisses sowie Rücktrittsrechte sind in den Allgemeinen Verteilernetzbedingungen geregelt. „Allgemeinen Bedingungen für den Zugang zum Verteilernetz des Netzbetreibers KNG-Kärnten Netz GmbH“

Recht auf Grundversorgung (§ 77 EIWOG 2010)
Sie haben das Recht, sich gegenüber jedem Lieferanten, der an Ihrer Adresse Strom liefert, auf die Grundversorgung zu berufen.

Die Grundversorgung ist zum Beispiel relevant bei Zahlungsschwierigkeiten, wenn die Abschaltung der Anlage droht oder die Anlage bereits abgeschaltet wurde und wenn Sie Schwierigkeiten haben, einen Lieferanten zu finden, der bereit ist, einen Vertrag über die Belieferung mit Strom mit Ihnen abzuschließen. Wenn Sie einem Stromlieferanten mitteilen, dass Sie sich auf die Grundversorgung berufen, besteht für diesen eine Pflicht zur Grundversorgung. Sie werden dann zum Grundversorgungs-Tarif dieses Lieferanten beliefert. Wenn Sie sich gegenüber einem Lieferanten auf die Grundversorgung berufen, ist auch Ihr Netzbetreiber dazu verpflichtet, seine Dienstleistungen zu erbringen und damit Ihre Belieferung mit Strom zu ermöglichen. Nähere Informationen über die Grundversorgung, zum Beispiel über den Grundversorgungs- Tarif oder zur maximalen Höhe einer Vorauszahlung oder Sicherheitsleistung, finden Sie auf der Website der Lieferanten und unter e-control.at.

Ein Streitschlichtungsantrag (z.B. wegen Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Abrechnung der Systemnutzungsentgelte) kann schriftlich (Post, Fax) oder per E-Mail bei der Schlichtungsstelle der Regulierungsbehörde eingebracht werden. Dem Streitschlichtungsantrag sind alle nötigen Unterlagen zur Beurteilung des Sachverhaltes beizulegen.

E-Mail: schlichtungsstelle@e-control.at
Fax: +43 1 24724-900
Postanschrift: Energie-Control Austria, Schlichtungsstelle, Rudolfsplatz 13a, 1010 Wien

Erdgasnetz

Allgemein

Treten Sie mit uns über unser Kontaktformular in Verbindung.
Anschließend melden wir uns, um die weiteren Schritte zu besprechen.

Setzen Sie sich einfach über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung.
Anschließend erhalten Sie Ihre Erdgas Zählpunktnummer, mit der Sie bei einem Lieferanten Ihrer Wahl einen Liefervertrag abschließen können.
Nach Fertigstellung der Arbeiten setzt sich Ihr Installateur mit uns in Verbindung, um die Inbetriebnahme mit dem Zählereinbau durchzuführen.

Bitte schicken Sie eine Anfrage an gas.netzkundenservice@kaerntennetz.at mit Angabe Ihrer Kontaktdaten, der Anlagendaten und Ihrem Anliegen. Anschließend melden wir uns bei Ihnen, um weitere Schritte zu besprechen.

  1. Schließen Sie den Hauptabsperrer
  2. Rufen Sie den Erdgasnotruf 128 an
  3. Lüften Sie betroffene Räume
  4. Hantieren Sie nicht mit offenem Feuer (Vermeidung von Funken)
  5. Bei unmittelbarer Gefahr für Menschen und bei Verletzten rufen Sie die Rettung 144
  6. Sichern Sie den Gefahrenbereich bis zum Eintreffen der Fachkräfte bestmöglich ab

Begriffe rund um Ihre Erdgasrechnung

Bezahlen Sie Ihre Erdgasrechnung mittels den von uns übermittelten Zahlscheinen, so wird ein allfälliges Guthaben für die folgenden zwei Teilzahlungsbeträge verwendet. Ein darüber hinaus gehender Gutschriftsbetrag wird auf Wunsch ausbezahlt. Wenn Sie ihre Rechnung per Zahlschein bezahlen und nach zwei Teilzahlungsbeträgen ein Restguthaben übrig bleibt, können Sie sich dieses auf Wunsch ausbezahlen lassen. 

Der Messpreis beinhaltet die Kosten des Netzbetreibers, für die Errichtung und den Betrieb von Zähleinrichtungen, die Eichung und die Verbrauchsermittlung/Ablesung. 

Die mit dem Netzbetreiber vereinbarte bzw. tatsächlich in Anspruch genommene Anschlussleistung für den Zählpunkt in kW.

Die Abgeltung der Kosten für Errichtung, Ausbau, Instandhaltung und Betrieb des Netzsystems.

Die Teilzahlungsbeträge werden aufgrund des Vorjahresverbrauchs errechnet. Bei der Jahresabrechnung werden die bezahlten Teilzahlungsbeträge mit den tatsächlichen Kosten der Jahresabrechnung gegengerechnet. Mit jeder Jahresabrechnung werden die Teilzahlungsbeträge neu errechnet.

Ein Einspruch gegen die Rechnung kann innerhalb von 3 Monaten ab Ausstellungsdatum schriftlich eingebracht werden. Ein Einspruch berechtigt nicht zum Zahlungsaufschub oder zur Zahlungsverweigerung hinsichtlich unstrittiger Teile der Rechnung.

Eine bundesweit gesetzlich geregelte und einheitliche Abgabe auf die Lieferung und den Verbrauch von Erdgas (pro kWh).

Der Netznutzungs-Arbeitspreis ist in sogenannte Zonen eingeteilt. Je nach Jahresverbrauch (= Verbrauch in 365 Tagen) kommen die Tarife der einzelnen Zonen zur Anwendung, die von Zone 1 (für einen Verbrauch von 0 bis 40.000 kWh) beginnend durchlaufen werden.

Beispiel bei 50.000 kWh Jahresverbrauch:

  • Tarif Mengenzone 1: für die ersten 40.000 kWh
  • Tarif Mengenzone 2: für die folgenden 10.000 kWh

Die Summe aus Netznutzungsentgelt, Messpreis und Messdienstleistung.

Aufgrund der geltenden Rechtslage wird die gelieferte Erdgasmenge in kWh (Einheit des Energieinhaltes) abgerechnet. Die vom Zähler aufgezeichnete verbrauchte Erdgasmenge in Bm3 (Betriebskubikmeter) wird dazu mit einem Umrechnungsfaktor multipliziert. Die wesentlichen Größen zur Bestimmung des Umrechnungsfaktors sind der behördlich festgesetzte Verrechnungsbrennwert in kWh/m3 sowie die geografische Höhe und der Einbauort Ihres Zählers.

Ist die Einspeise- bzw. Entnahmestelle, an der eine Gasmenge messtechnisch erfasst und registriert wird.

Allgemeine Infos rund um Ihre Erdgasrechnung

Alle aktuellen Entgelte finden Sie in unserem Preisblatt.

Die geltenden Netzentgelte werden von der Regulierungsbehörde (Energie-Control Austria) verordnet und im Bundesgesetzblatt (BGBl.) verlautbart. Diese finden Sie hier: e-control.at & kaerntennetz.at.

Soweit nichts anderes vereinbart ist, wird der Netzzugangsvertrag gemäß den Allgemeinen Verteilernetzbedingungen auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Er kann vom Netzkunden zum Ende eines jeden Kalendermonats unter Einhaltung einer einmonatigen Kündigungsfrist gekündigt werden, sofern nichts anderes vereinbart ist. Bestimmungen hinsichtlich Beendigung der Leistungen und des Vertragsverhältnisses sowie Rücktrittsrechte sind in den Allgemeinen Verteilernetzbedingungen geregelt. 

Bei Berufung von Netzkunden, die Verbraucher im Sinne des § 1 Abs. 1 Z 2 KSchG und Kleinunternehmen sind, auf die Pflicht zur Grundversorgung ist der Netzbetreiber, unbeschadet bis zu diesem Zeitpunkt vorhandener Zahlungsrückstände, zur Netzdienstleistung verpflichtet, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für die Grundversorgung erfüllt sind.

Ein Streitschlichtungsantrag (z.B. wegen Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Abrechnung der Systemnutzungsentgelte) kann schriftlich (Post, Fax) oder per E-Mail bei der Schlichtungsstelle der Regulierungsbehörde eingebracht werden. Dem Streitschlichtungsantrag sind alle nötigen Unterlagen zur Beurteilung des Sachverhaltes beizulegen.

E-Mail: schlichtungsstelle@e-control.at
Fax: +43 1 24724-900
Postanschrift: Energie-Control Austria, Schlichtungsstelle, Rudolfsplatz 13a, 1010 Wien

CO2-Preis

Im Rahmen der ökosozialen Steuerreform hat Österreich mit 1. Oktober 2022 einen nationalen Emissionszertifikatehandel eingeführt. Für den Ausstoß von Treibhausgasen (wie z.B. bei Erdgas, Benzin, Diesel oder Heizöl) wird ein Preis, der sogenannte CO2-Preis gesetzlich festgelegt.

Der CO2-Preis soll Anreize für ein umweltschonendes Verhalten setzen. Die Bundesregierung reinvestiert die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung in Klimaschutzmaßnahmen oder als Entlastung für Bürgerinnen und Bürger.

Der CO2-Preis pro Tonne wird in der Fixpreisphase (1. Oktober bis 31. Dezember 2025) von der Regierung wie folgt festgesetzt:

Kalenderjahr     Betrag
pro Tonne CO2
CO2-Verrechnungspreis*)
exkl. 20% USt.
CO2-Verrechnungspreis*)
inkl. 20% USt.
2022 30 EUR 0,53 Cent/kWh 0,64 Cent/kWh
2023 35 EUR 0,62 Cent/kWh 0,75 Cent/kWh
2024 45 EUR 0,80 Cent/kWh 0,96 Cent/kWh
 2025 55 EUR 0,98 Cent/kWh 1,17 Cent/kWh


* Exakter CO2-Verrechnungspreis ergibt sich in Abhängigkeit vom Marktgebiet und den jeweils geltenden Rechtsgrundlagen (z.B. GSNE-VO Novelle)

Der Einsatz von Erdgas verursacht Treibhausgasemissionen von 2,04 kg/m3 (gemäß An-lage 1 zum NEHG 2022), dies entspricht einem CO2-Ausstoß von 0,18 kg/kWh.

Für das Jahr 2022 beträgt der errechnete Preisaufschlag für Erdgas 0,533 ct/kWh (exkl. USt.). 

Die Kosten für Emissionszertifikate werden an die Endverbraucher weiterverrechnet. Die Höhe des CO2-Preises ist transparent und nachvollziehbar auf Ihrer Erdgasrechnung als eigene Position ersichtlich.

Der Erdgaslieferant bzw. Wärmelieferant ist zum Erwerb der Emissionszertifikate verpflichtet (wobei in der Einführungsphase der Erdgas-Netzbetreiber diese Funktion übernimmt) und als Abgabenschuldner für die Abführung der vom Kunden eingehobenen CO2 -Preise verantwortlich.

Energiegemeinschaften

Allgemein

  • Kostenersparnis
    Je lokaler Erzeugung und Verbrauch stattfinden, desto größer kann auch die Ersparnis bei den Netzkosten ausfallen
     
  • Sozialgemeinschaftliche Bewusstseinsbildung
    Gemeinschaftliche lokale Erzeugung und gemeinschaftlicher lokaler Verbrauch der Energie fördert Bewusstsein für energieeffiziente Nutzung
     
  • Förderung des Umweltgedankens der Gesellschaft
    Verantwortungsvoller Umgang mit Energieressourcen durch gelebten Umwelt- und Klimaschutzgedanken

Netzbetreiberseitig fallen keine laufenden Kosten für den Betrieb oder der Teilnahme an einer Energiegemeinschaft an. Je nach Art der Energiegemeinschaft müssen unterschiedlich verordnete Netzgebühren laut SNE-V entrichtet werden. Der Gesetzgeber hat die Gebühren laut dem Grundsatz: ""lokal erzeugen - lokal verbrauchen"" gestaffelt. Für den Energieanteil der von der Energiegemeinschaft bezogen wird, fallen folgende Entgelte an: 

  • GEA 
    keine arbeits-/leistungsbezogene Netznutzungsentgelte bzw. Abgaben
     
  • EEG
    Reduzierung des Arbeitspreises für das Netznutzungsentgelt laut aktuellem Preisblatt
     
  • BEG 
    keine Verminderung der Netzentgelte

In unserem Kundenportal unter dem Service "Datenfreigabe" im Zuge der Zustimmung der Teilnahme an der Energiegemeinschaft. 

Wenn Sie Mitglied einer Energiegemeinschaft sind und Ihre Energiegemeinschaft die Anmeldung mittels Marktprozesse durchgeführt hat, finden Sie in unserem Kundenportal unter Datenfreigaben die von Ihrer Energiegemeinschaft übermittelten Zählpunkte. Hier können Sie die Teilnahme akzeptieren, der Zusatzvereinbarung zum Netzzugangsvertrag und der Auslesung der Viertelstundenwerte zustimmen.

Allgemeine Infos zu Energiegemeinschaften finden Sie unter energiegemeinschaften.gv.at.

BEG, EEG und GEA

  • Sozialgemeinschaftliche Bewusstseinsbildung
    Gemeinschaftliche lokale Erzeugung und gemeinschaftlicher lokaler Verbrauch der Energie fördert Bewusstsein für energieeffiziente Nutzung
     
  • Förderung des Umweltgedankens der Gesellschaft
    Verantwortungsvoller Umgang mit Energieressourcen durch gelebten Umwelt- und Klimaschutzgedanken
  • Kostenersparnis
    Je lokaler Erzeugung und Verbrauch stattfinden, desto größer kann auch die Ersparnis bei den Netzkosten ausfalle
     
  • Sozialgemeinschaftliche Bewusstseinsbildung
    Gemeinschaftliche lokale Erzeugung und gemeinschaftlicher lokaler Verbrauch der Energie fördert Bewusstsein für energieeffiziente Nutzung
     
  • Förderung des Umweltgedankens der Gesellschaft
    Verantwortungsvoller Umgang mit Energieressourcen durch gelebten Umwelt- und Klimaschutzgedanken
  • Kostenersparnis
    Je lokaler Erzeugung und Verbrauch stattfinden, desto größer kann auch die Ersparnis bei den Netzkosten ausfallen
     
  • Sozialgemeinschaftliche Bewusstseinsbildung
    Gemeinschaftliche lokale Erzeugung und gemeinschaftlicher lokaler Verbrauch der Energie fördert Bewusstsein für energieeffiziente Nutzung
     
  • Förderung des Umweltgedankens der Gesellschaft
    Verantwortungsvoller Umgang mit Energieressourcen durch gelebten Umwelt- und Klimaschutzgedanken

In unserem Kundenportal können Sie ihre Lokal- und Regional-ID abrufen. Durch Vergleich der IDs der Zählpunkte von Interessenten einer EEG kann festgestellt werden, ob sich die Zählpunkte im gleichen Lokal- oder Regionalbereich befinden. Stimmen die jeweiligen IDs überein, kann eine EEG gegründet werden.

Die Entscheidung ist einerseits physikalisch aufgrund der Zuordnung der Teilnehmer im Netz bedingt, anderseits liegen dahinter auch soziale und wirtschaftliche Überlegungen der Gemeinschaft.

Die Höhe der Reduzierung des Arbeitspreises für das Netznutzungsentgelt richtet sich nach der lokalen und regionalen Zuordnung der EEG laut aktuellem Preisblatt.

Smart Meter

Allgemein

Smart Meter sind elektronische Zähler, die den Stromverbrauch und die Stromeinspeisung messen, den Zählerstand im Viertelstundentakt speichern, über eine Kommunikationsanbindung verfügen und die Zählerstände einmal täglich an unser Unternehmen senden und am Folgetag den Kunden in unserem Kundenportal zur Verfügung stellen. Darüber hinaus werden die Daten an den jeweiligen Stromlieferanten des Kunden übermittelt.

Die EU verfolgt zur Erreichung ihrer klima- und energiepolitischen Zielsetzungen die technologische Modernisierung der derzeit passiven Netze zu aktiven, intelligenten Netzen, so genannten Smart Grids. Smart Meter sind ein erster wesentlicher Schritt. Die rechtlichen Erfordernisse sind im 3. EUBinnenmarktpaket geregelt. In Österreich regeln das Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz (ElWOG) und Verordnungen die Einführung, wobei bis Ende 2024 mindestens 95 Prozent aller Kundenanlagen mit Smart Metern auszustatten sind.

Informationen über Stromverbrauch/-einspeisung

  • Der Stromverbrauch und die Einspeisemenge von Erzeugungsanlagen sind zeitnah bekannt.
  • Im Kundenportal wird täglich eine Vielfalt von Informationen dargestellt (Zählerstände, Durchschnitts-, Vergleichswerte).
  • Unnötige Stromfresser wie schadhafte oder falsch angeschlossene Geräte und Stand-by-Verbraucher können leichter aufgespürt werden. Eine zielgerichtete Energieberatung wird erleichtert.
  • Smart Meter verfügen über eine Kundenschnittstelle, die Messwerte im Sekundentakt an ein elektronisches Gerät des Kunden übertragen kann.


Komfort

  • Messwerte werden in Zukunft automatisch an uns übermittelt. Es ist keine Ablesung durch den Kunden mehr notwendig, ebenso entfällt die Ablesung durch einen unserer Mitarbeiter.
  • Die Rechnungslegung erfolgt in Zukunft nur auf Basis tatsächlicher Verbrauchswerte (keine Verbrauchsschätzungen). Zudem können Tarifänderungen tagesgenau abgerechnet werden.
  • Nach dem Einzug in eine Wohnung ist die Stromfreischaltung umgehend möglich. Aus Sicherungsgründen wird der Zähler von unserer Zentrale zur Einschaltung vorbereitet und durch den Kunden per Knopfdruck aktiviert. Somit wird die unbeabsichtigte Inbetriebnahme von Geräten verhindert.

Sie erhalten von uns ca. 3 Wochen vor der geplanten Installation ein allgemeines Informationsschreiben. Ist der Zähler frei zugänglich, tauschen wir den Zähler in Ihrer Abwesenheit. Ist Ihre Anwesenheit erforderlich, enthält das Informationsschreiben bereits einen Termin. Sollten Sie den Termin nicht wahrnehmen können, kann dieser nach abgeschlossener Registrierung in unserem Kundenportal verschoben werden.

Der neue Zähler wird am Platz des alten Zählers installiert, wobei es zu einer kurzzeitigen Unterbrechung der Stromversorgung kommt. Durch den Zählertausch fallen im Normalfall weder Staub noch sonstige Verschmutzungen an.

Nein, der Zählertausch erfolgt unter denselben Gesichtspunkten wie ein Tausch aufgrund amtlicher Nacheichung. Bestehen beispielsweise Sicherheitsmängel in der Kundenanlage, so müssen diese wie bisher vor einem Zählertausch behoben werden.

Wir werden bis 2024  zumindest 95 Prozent der Zähler austauschen.

Nein, die Zähler sind Eigentum des Netzbetreibers. Die Rücknahme erfolgt im Rahmen des Zählertausches durch den Monteur. Für Sie entsteht kein Aufwand.

Der Zählertausch ist mit keinerlei Zusatzkosten verbunden. Die Umstellung wird durch das Messentgelt und die Netztarife bezahlt, welche wie gewohnt eingehoben werden. Von der Regulierungsbehörde E-Control werden per Verordnung die Netztarife festgelegt und für die Messentgelte Höchstpreise bestimmt.

Rechtsgrundlage

Im Wesentlichen basiert die Einführung auf den nachfolgenden gesetzlichen Regelungen:

  • EU-Binnenmarktpaket grundsätzliche Regelungen der Energiewirtschaft in Europa
  • Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz (ElWOG) Regelt die generellen Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer in Österreich
  • Intelligente Messgeräte Anforderungsverordnung 2011 (IMA-VO 2011) Definition des Mindest-Funktionsumfanges von Smart Metern in Österreich
  • Intelligente Messgeräte-Einführungsverordnung (IME-VO) Regelung des verpflichtenden Einführungszeitraumes für Netzbetreiber in Österreich
  • Erläuterungen zur IME-VO
  • Datenformat- und Verbrauchsinformationsdarstellungs-VO 2012 (DAVID-VO 2012) Festlegung von Anforderungen betreffend Datendarstellung (Web-Portal) und Datenaustausch zwischen Kunden, Netzbetreiber und Energielieferanten
  • Sonstige Marktregeln Kapitel 1 (Begriffsbestimmungen) Abgrenzung intelligentes Messgerät zu einem digitalen Standardzähler (Opt-out)
  • Allgemeine Bedingungen Verteilernetz Strom der KNG-Kärnten Netz GmbH


Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Homepage der E-Control.

Im 3. EU-Binnenmarktpaket sind die rechtlichen Erfordernisse geregelt. Darin ist festgelegt, dass bis 2024 mindestens 80 Prozent aller Kundenanlagen mit Smart Meter ausgestattet sein sollen.

In Österreich ist in der Intelligenten Messgeräte-Einführungsverordnung (IME-VO) für die Sparte Strom eine raschere und umfangreichere Umsetzung vorgeschrieben. Bis Ende 2024 sollen 95 Prozent der Anlagen mit Smart Metern ausgestattet sein.

Datensicherheit & Datenverarbeitung

Der Schutz der Messdaten der Kunden ist auch bei der neuen Zählertechnologie gewährleistet. Das Smart-Meter-System berücksichtigt umfassend die Aspekte des Datenschutzes und der Datensicherheit. Die Kommunikation mit den Zählern wird nach anerkanntem Stand der Technik Ende-zu-Ende verschlüsselt. Sowohl die Datenübertragungsstrecken als auch die Daten sind gegen den Zugriff von unberechtigten Dritten entsprechend gesichert. 

Die Daten vom Zähler werden verschlüsselt zu unserem Meter-Data-Management-System ins Rechenzentrum übertragen. Großteils erfolgt die Übertragung mittels Powerline Carrier, via Stromleitung vom Zähler bis zur nächsten Trafostation. Von den Trafostationen gelangen die Daten per Funknetz oder Lichtwellenleiter in die Zentrale. Der wesentlich kleinere Teil der Zähler überträgt die Daten direkt per öffentliches Funknetz in unsere Zentrale. 

Im Meter-Data-Management-System werden die Daten gesammelt, geprüft und sowohl für das Netzkundenportal als auch für die Stromlieferanten und die Abrechnung bereitgestellt.

Im Smart Meter werden die Daten für einen Zeitraum von 60 Tagen gespeichert. Fällt die Datenverbindung für eine bestimmte Zeit aus, werden die Daten zu einem späteren Zeitpunkt übertragen.

Mit der Installation der Smart Meter kommt es im Vergleich zur bisherigen Messung des Stromverbrauchs mit den Ferraris-Zählern nicht nur zu einer vermehrten Erfassung von Stromverbrauchswerten, sondern auch zur digitalen Speicherung. Durch die Zuordnung der Werte in den IT-Systemen zum jeweiligen Netzkunden werden diese zu personenbezogenen Daten im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Die Daten werden im Smart Meter erfasst und in diesem für die gesetzlich vorgesehene Dauer von 60 Tagen gespeichert. Einmal täglich werden die Daten automatisch über eine Datenverbindung ausgelesen und in die EDV-Systeme verschlüsselt übertragen. 

Der Netzbetreiber verwendet die Daten für die Verbrauchsabrechnung, zur Erstellung von Verbrauchsinformationen sowie für einen sicheren Betrieb der Netzinfrastruktur. Kunden können die gespeicherten Daten zur Rechnungskontrolle und Optimierung ihres Energieverbrauchs nutzen.

Einmal täglich werden die für die Abrechnung und Verbrauchsinformation der Kundenanlage gesammelten Daten vom Zähler übertragen. Grundsätzlich sind dies Tageszählerstände. Auf Wunsch des Kunden und ausdrücklicher Zustimmung können auch Viertelstunden-Werte übertragen werden. 

Der Netzbetreiber ist gesetzlich verpflichtet, die täglichen Zählerstände an den Stromlieferanten zu übermitteln. Abhängig vom Stromliefervertrag bzw. mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden kann aber auch die Übermittlung von Viertelstunden-Zählerständen an den Lieferanten erfolgen.

Die Tages- und Viertelstundenwerte stehen 60 Tage zur Verfügung. Danach werden diese Daten überschrieben. Der Gesamtzählerstand bleibt immer erhalten.

Nein. Der Nachmieter kann am Zähler nur Daten ab dem Zeitpunkt des Einzuges einsehen. Solange sich noch Daten des Vormieters im Speicher des Zählers befinden, können diese nur vom Netzbetreiber zum Zweck der Rechnungserstellung genutzt werden. Nach spätestens 60 Tagen sind alle Tages- und Viertelstundenwerte des Vormieters automatisch überschrieben. 

Die Verbrauchsdaten werden maximal 36 Monate ab dem Zeitpunkt der Übertragung oder bis zur Auflösung des Vertragsverhältnisses bzw. Kundenportal-Nutzerkontos gespeichert. Die Daten können vom Kunden auch gelöscht werden.

Am Display des Zählers wird standardmäßig der aktuelle Zählerstand für den Verbrauch und die Einspeisemenge angezeigt. In unserem Kundenportal stellen wir Ihnen die Messwerte jeweils am Folgetag zur Verfügung. Mit Ihrer Zustimmung im Portal kann die Anzeige von Viertelstunden-Zählerständen kostenlos aktiviert werden.

Rund um den Zähler

Grundsätzlich müssen Sie sich nicht bei uns aktiv melden, um einen Smart Meter zu erhalten. Wir werden alle Zählpunkte in unserem Netzgebiet in den nächsten Jahren mit Smart Meter ausstatten. Ein flächendeckender Rollout bis 2024 wird angestrebt. Ist Ihr Zählpunkt an der Reihe, werden Sie von uns kontaktiert.

Es besteht die Möglichkeit den Wunsch zu äußern einen Smart Meter vorzeitig zu erhalten. Wir werden nach Prüfung der Voraussetzungen diesem Wunsch möglichst entsprechen.

Den Wunsch einen Smart Meter vorzeitig zu erhalten, müssen Sie uns schriftlich unter Angabe des Kundennamens, der Kundennummer, der Anlagenadresse und optional der Zählpunktbezeichnung über unser Kontaktformular übermitteln. Nach Prüfung der Voraussetzungen erhalten Sie ein Antwortschreiben.

Nein. Gemäß ElWOG §83 Absatz 1 ist der Wunsch eines Kunden die Funktionalitäten des Smart Meters abzulehnen (weitverbreitet die „Opt-out-Regelung“) zu berücksichtigen. Unter Zugrundelegung der gesetzlichen Bestimmungen und nach Prüfung der Voraussetzungen kann dem Wunsch entsprochen werden. Das bedeutet, dass der bisherige Stromzähler durch einen elektronischen Standardzähler ohne Smart-Meter-Funktionen ersetzt wird. Dabei deaktivieren wir im Zähler die Speicherung und tägliche Übertragung der Zählerstände. Grundsätzlich werden Ihre Zählerstände werden einmal jährlich für die Erstellung der Stromverbrauchsrechnung ausgelesen.

Bei Zählpunkten mit gemessenem Tarif (Viertelstundenmessung) sowie für Einspeiseanlagen sind die Voraussetzungen für Opt-out nicht erfüllt, da in der Regel ein tarifliches Erfordernis seitens der Energielieferanten vorliegt.

Weitere Informationen finden Sie in den Erläuterungen zur IME-VO

Die gesetzlichen Regelungen im Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz ElWOG § 83 (1) sehen nur für Anlagen von Endverbrauchern und nicht für Einspeiseanlagen die Möglichkeit zur Ablehnung der Funktionen eines Smart Meters vor. Zusätzlich benötigen die Energielieferanten die Viertelstundenwerte für ihre Einspeisetarife, somit ist ein tarifliches Erfordernis gegeben.

Den Opt-out-Wunsch müssen Sie schriftlich unter Angabe des Kundennamens, der Kundennummer, der Anlagenadresse und optional der Zählpunktbezeichnung an uns übermitteln. Nach Prüfung der Voraussetzungen erhalten Sie ein entsprechendes Antwortschreiben.

Die Umsetzung eines Opt-out-Wunsches ist technisch so realisiert, dass beim Smart Meter die Speicherung der Zählerstände deaktiviert ist. Der Smart Meter wird somit zu einem digitalen Standardzähler. Die Opt-out-Kennzeichnung ist auf dem Display ersichtlich.

Der Zähler wird einmal jährlich für die Jahresabrechnung fernausgelesen. Darüber hinaus ist auch für die Verbrauchsabgrenzung (z. B. bei einer Tarifänderung, einem Lieferantenwechsel usw.) eine Fernauslesung des Zählerstandes vorgesehen.

Nach erfolgter Umsetzung des Opt-out-Wunsches gibt es keine Stromverbrauchsinformationen im Kundenportal. Des Weiteren besteht auch keine Möglichkeit zum Abschluss eines auf Viertelstundenverbrauchswerten basierenden Stromliefervertrages. Auch ein detailliertes Energieverbrauchsmonitoring kann ohne den Smart Meter nicht durchgeführt werden.

Generell können Sie sich gegen die Funktionalitäten eines Smart Meters entscheiden, allerdings nicht gegen die Installation eines digitalen Standardzählers. 

Nein. Wird der Opt-out-Wunsch erst beim Zählereinbau vor Ort bekannt gegeben, erhält der Kunde vorerst einen Zähler mit Smart Meter-Funktionalitäten.

Der Opt-out-Wunsch ist schriftlich unter Angabe des Kundennamens, der Kundennummer, der Anlagenadresse und optional der Zählpunktbezeichnung an uns zu übermitteln. Nach Prüfung der Voraussetzungen erhält der Kunde ein Antwortschreiben und der Zähler wird von der Ferne auf einen digitalen Standardzähler ohne Smart-Meter-Funktionalitäten umgestellt.

Das Ansuchen, um den Opt-Out-Wunsch zurückzuziehen, müssen Sie schriftlich unter Angabe des Kundennamens, der Kundennummer, der Anlagenadresse und optional der Zählpunktbezeichnung an uns übermitteln. Sofern ein digitaler Standardzähler ohne Smart Meter-Funktionen bereits installiert ist, wird dieser von der Ferne auf einen vollumfänglichen Smart Meter umgestellt. Nach erfolgter Registrierung in unserem Kundenportal können Sie unter dem Service meine.verbrauchswerte die täglichen Verbrauchswerte oder auf Wunsch Viertelstunden-Werte jeweils am Folgetag abrufen.

Für den Widerruf der Viertelstunden-Werte steht das allgemeine Kontaktformular zur Verfügung. Damit erteilen Sie den Widerruf bei Ihrem Netzbetreiber. Um den Widerruf auch bei Ihrem Energielieferanten durchzuführen, setzen Sie sich bitte direkt mit ihm in Verbindung.

Nach einer europaweiten Ausschreibung erfolgt die Lieferung der Zähler durch die Unternehmen Siemens und Iskraemeco (Slowenien). 

Am Display des Zählers wird standardmäßig der aktuelle Zählerstand für den Verbrauch und die Einspeisemenge sowie die momentane Leistung angezeigt. Auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden kann die Anzeige von Viertelstunden-Zählerständen am Zähler kostenlos aktiviert werden.

Nach heutigem Kenntnisstand kann eine gesundheitliche Beeinträchtigung oder Gefährdung von Personen durch Signale der Schmalband-Powerline-Technologie (Datenübertragung via Stromnetz) ausgeschlossen werden.

Die von der Weltgesundheitsorganisation vorgegebenen und in Österreich in der ÖNORM E 8850 ausgewiesenen Vorsorgegrenzwerte werden bei weitem unterschritten. Im Gegensatz zu einer Datenübertragung mittels PLC senden Smart Meter mit Funkmodulen die Daten per Funknetz in die Zentrale. Eine solche Übertragung entspricht einem rund 30 Sekunden dauernden Handy-Telefonat. Die elektromagnetische Zusatzbelastung ist also äußerst gering.

Die Zähler besitzen sowohl die europäische Zulassung (Messtechnische Konformitätsbewertung — „CE-MID") einer benannten Stelle in Europa als auch die österreichische Zulassung durch das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV). Auf Basis dieser Zulassungen müssen alle Zähler amtlich geeicht und mit einer Eichplombe versehen werden. Bei der amtlichen Eichung werden alle messtechnisch relevanten Funktionen von amtlich ermächtigten Stellen (Eichstellen) geprüft. 

Elektronische Stromzähler haben in Österreich, laut Maß- und Eichgesetz, zehn Jahre Eichfrist. Dies bedeutet, dass der Zähler ohne weitere Prüfung zehn Jahre ab Eichung in der Kundenanlage verbleibt. Während der Einsatzzeit können Zähler ausgebaut und nachgeeicht und so für weitere zehn Jahre im Netz eingesetzt werden. Alternativ dazu besteht auch die gesetzliche Möglichkeit der sogenannten dynamischen Eichfristenverlängerung. In diesem Fall wird vor Ablauf der Eichgültigkeit eine Stichprobe aus einer bestimmten Zählermenge gezogen. Bestehen die Zähler der Stichprobe diese amtlich beaufsichtigte Prüfung, können alle Zähler dieses Loses für weitere fünf Jahre im Netz verbleiben.

Wie die mechanischen Zähler benötigen auch die elektronischen Zähler für den Eigenbetrieb Energie, wobei es hier kaum Unterschiede zwischen den beiden Technologien gibt. Die benötigte Energie wird jedoch nicht vom Zähler erfasst.

Nein, eine Fernsteuerung von Haushaltsgeräten über den Smart Meter ist unmöglich. 

Wie bisher halten Stromlieferanten und Netzbetreiber ein mehrstufiges Mahnverfahren ein. Im Falle einer Abschaltung erfolgt diese in Zukunft aus der Ferne.

Eine Studie der Universität Twente in den Niederlanden überprüfte neun digitale Stromzähler, die zwischen 2004 und 2014 hergestellt wurden, auf deren Messgenauigkeit. Bei einigen dieser Geräte wurde festgestellt, dass unter bestimmten Voraussetzungen Messfehler auftreten. Die größten Abweichungen traten bei gleichzeitiger Verwendung von Lichtdimmern mit Energiespar- und LED-Leuchtmitteln auf. Zwar sind Energiespar- und LED-Leuchtmittel weit verbreitet, machen wegen ihrer geringen Leistungsaufnahme aber in den österreichischen Haushalten nur einen kleinen Teil des gesamten elektrischen Energiebedarfs aus. Auch analoge Messgeräte weisen gewisse Ungenauigkeiten auf. Eine zu 100 % korrekte Messung ist aus technischer Sicht niemals möglich.

In Österreich ist diese Problematik den Netzbetreibern bekannt. Wir setzen ausschließlich digitale Stromzähler neuester Baureihen, beginnend mit 2017, ein. Alle digitalen Stromzähler, die in Österreich eingesetzt werden, wurden zuvor von einer staatlich anerkannten und unabhängigen Eichstelle auf ihre Messgenauigkeit geprüft. Daher können sich die österreichischen Konsumenten sicher sein, dass die Messgenauigkeit der Zähler sehr hoch ist. 

 

Ja, die Zähler sind mit einer verschlüsselten Kommunikationsschnittstelle ausgestattet, über die Verbrauchs- und Einspeisewerte in Echtzeit zur Verfügung stehen. Für nähere Informationen bzw. zur Aktivierung der Kundenschnittstelle kontaktieren Sie uns bitte über unser Kontaktformular.

Aktuell wird österreichweit an einer einheitlichen Lösung für die Kundenschnittstelle gearbeitet. Mit der Einführung eines kompatiblen Produktes ist bis Mitte 2023 zu rechnen.

Services

Portal

Ihr Dienstleister muss die Daten bei der KNG anfordern. Dies geschieht mittels des Martkprozesses CCM (CustomerConsentManagement). Sie können die Datenweitergabe im Anschluss ganz einfach und bequem in unserem Portal freigeben. Weitere Informationen zum CCM Prozesses findet Ihr Dienstleister hier.

Mit einer Request-ID wird Ihrem Dienstleister der Start eines Datenfreigabeprozesses ohne Zählpunktbezeichnung ermöglicht. Nachdem Sie von Ihrem Dienstleister die jeweilige Request-ID erhalten haben, können Sie Ihre Anlage(n) (Zählpunkte) für den angeforderten Zeitraum und Anfragegrund freigeben. 

Bei einer Datenfreigabe geben wir Ihre uns bekannten Daten — ausschließlich mit Ihrer Zustimmung — an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt nach Ihrer Freigabe über eine gesicherte Datenverbindungen innerhalb der österreichischen Branchenlösung „Energiewirtschaftlicher Datenaustausch“. 

Beispielsweise können Sie derzeit ihre Zustimmung zur

  • zyklischen Übermittlung von Energiemengen 
  • Übermittlung von Energiemengen aus der Vergangenheit
  • einmaligen Übermittlung von Stammdaten 
  • oder zur Teilnahme eines Zählpunktes an einer Energiegemeinschaft

erteilen.

Sie können ganz einfach in unserem Portal unter meine messwerte - Profilanzeige - die Daten einsehen und herunterladen.

Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie im Portal über den Button "Passwort vergessen" ein neues Passwort anfordern. Das neue Passwort wird an die zuletzt gemeldete und im System hinterlegte E-Mail-Adresse geschickt.

Ja, sollten Sie mehrere Kundennummern besitzen und möchten Sie diese auf einem Konto angezeigt bekommen, müssen Sie folgende Schritte beachten:

  • Bitte registrieren Sie jede Kundennummer einzeln
  • Verwenden Sie unter der jeweiligen Kundennummer das gleiche Passwort und die gleiche E-Mail-Adresse
  • Nach der Aktivierung aller Kundennummern muss der Login mittels E-Mail-Adresse und Passwort erfolgen
  • Ab sofort können Sie zwischen allen registrierten Kundennummern auswählen

Leitungsauskunft

Die Leitungsauskunft beinhaltet alle Kelag-Konzern relevanten Einbauten in Kärnten. Unteranderem: Strom, Gas, Internet- und Fernwärmeleitungen.

Wenn Sie eine Grabung durchführen wollen, sollten Sie sich vorher über die Lage von Leitungen jeglicher Art informieren. Dies können Sie mit unserem Leitungsauskunft Service, schnell und einfach online erledigen.

Wird eine freigelegte Leitung beschädigt, räumen Sie die Schadstelle umgehend und sichern Sie diese ab. Verständigen Sie unseren Störungsdienst!
Bitte verständigen Sie uns auch sofort, falls unbeabsichtigt ein Stromkabel oder eine Erdgasleitung bzw. Fernwärmeleitung freigelegt wurde.

Ausästungs-Service

Bei Baumwuchs in der Nähe von Freileitungen bieten wir Ihnen eine kostenlose Schlägerung an. Kontaktieren Sie uns einfach und bequem in unserem Kundenportal.

Diese Serviceleistung bietet die Kärnten Netz kostenlos an.

Zusätzliche Services

Wenn sich eine unserer elektrischen Anlagen (z.B. 110kV Leitungen, Trafostationen) in der Nähe Ihres Grundstücks/ Gebäudes befindet und Sie Auskunft über die magnetischen Felder in der Umgebung erhalten möchten, können Sie sich gerne bei uns melden

Auf dem Weg zu Ihnen nach Hause ist die elektrische Energie zahlreichen Einflüssen ausgesetzt, welche die Qualität beeinträchtigen können. Sollten Spannungsschwankungen auftreten (z.B. flackernde Beleuchtung, Gerätefehlfunktionen etc.), können Sie sich für Messungen im Netz an uns wenden.

Versorgungssicherheit

Versorgungssicherheit

Die staatliche Energielenkung greift dann ein, wenn zu wenig Strom zur Verfügung steht, den Bedarf der Kunden zu decken, also der Strom zu knapp ist. Das Energielenkungsgesetz regelt die Vorgangsweise: Zuerst werden alle Kunden zum Stromsparen aufgerufen. In einer zweiten Stufe müssen Großverbraucher, also Industriebetriebe, ihren Strombedarf einschränken. Wenn das nicht reichen sollte, wird der Strom gebietsweise für mehrere Stunden abgeschaltet. Dies geschieht auf der Grundlage einer behördlichen Verordnung, die Netzbetreiber müssen diese Verordnung durchführen. In Österreich sind für die Energielenkung der Bund und die Länder verantwortlich. Was in zahlreichen Ländern seit vielen Jahren Realität ist, wird in Österreich nun geübt. Niemand kann sagen, ob der Ernstfall bei uns je eintreten wird; sich darauf vorzubereiten und die Bevölkerung darüber zu informieren, ist dennoch sinnvoll.

Ein Blackout ist ein großflächiger Stromausfall, von dem mehrere Länder betroffen sind, also viele Millionen Menschen.

Nicht nur ein Blackout, auch andere Ereignisse können zu einem Stromausfall führen (z. B. Sturm, Gewitter, massive Schneefälle, Vermurungen etc.). Diese Stromausfälle sind lokal begrenzt, können aber für einzelne Kunden länger dauern. In diesen Fällen gibt es Schäden an der Leitungsinfrastruktur, die repariert werden müssen.

Die Wahrscheinlichkeit für einen Blackout ist gering, es kann aber dazu kommen. Kärnten ist auf einen Blackout sehr gut vorbereitet. Innerhalb eines Tages können wir die Stromversorgung im Großteil Kärntens aus eigenen Kräften wiederherstellen. Kraftwerksbetreiber und Netzbetreiber arbeiten eng zusammen, sind vorbereitet und üben regelmäßig die Wiederherstellung der Stromversorgung nach einem Blackout. Mehr Infos dazu finden Sie auch in unserem Podcast.

Sie sollten sich so vorbereiten, dass Sie etwa einen Tag ohne Strom auskommen können. Wasser, Nahrungsmittel, Medikamente, Kerzen, Zünder, ... mehr dazu erfahren Sie beim Zivilschutzverband.