GreenSwitch
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Das Projekt
Für dieses grenzübergreifende PCI (Project of Common Interest) Projekt haben wir uns mit mehreren Unternehmen aus Slowenien (ELES, Elektro Celje, Elektro Gorenjska, Elektro Ljubljana) und Kroatien (HOPS, HEP) zusammengetan. Das Ziel des Projektes ist die Optimierung der Nutzung der bestehenden Strominfrastrukturen sowie die Ermöglichung der Integration neuer Technologien und fortschrittlicher Funktionalitäten in die Übertragungs- und Verteilernetze, um eine höhere Einbindung erneuerbarer Energieträger in die Netzinfrastruktur zu ermöglichen und die Versorgungssicherheit zu erhöhen.
Einführung "smarter" Betriebsmittel
Versorgungssicherheit
Bessere Integration erneuerbarer Energien
2023 bis 2028
146 Mio. €
EU Förderung: 73 Mio. €
Davon 46 Mio. € KNG
EU Förderung: 23 Mio. €
Kroatien (HOPS, HEP)
Slowenien (ELES, Elektro Celje, Elektro Gorenjska, Elektro Ljubljana)
Zeitplan
Bewerbung 5. PCI-Liste
CEF-Kofinanzierung bewilligt
Erteilung der Genehmigung
Umsetzungen & Inbetriebnahme
Erwartete Auswirkungen
Unsere GreenSwitch Projekte in Kärnten
Die Teilprojekte
- Automatisierung von zwei neuen Umspannwerken (110/20 kV)
- Automatisierung von rund 60 Trafostationen (20/0,4 kV)
- Verstärkung des Mittelspannungsnetzes (150 km Kabelleitung)
- Verlegung von Glasfaserkabeln (70 km)
- Integration einer neuen Funktionalität mit einer automatisierten Wiederversorgungslogik im bestehenden Netzleitsystem
- Verstärkung der bestehenden und Errichtung einer neuen länderübergreifenden Notstromverbindung (20 kV) zu Slowenien.
Unser Umspannwerk Winklern
Das neue Umspannwerk Winklern (Rangersdorf) ist notwendig, um die Privatkund:innen und Unternehmen in den Mölltaler Gemeinden Stall, Rangersdorf, Winklern und Mörtschach in den nächsten Jahrzehnten ausreichend und sicher mit Strom zu versorgen. Es soll nahe der Ortschaft Lamnitz errichtet werden, direkt unter der bestehenden 110-kV-Freileitung, die vom Umspannwerk Außerfragant über die Kreuzeckgruppe nach Oberdrauburg führt. Das Umspannwerk wird aus folgenden Anlagenteilen bestehen: Aus einer 110-kV-Schaltanlage, fünf 110-kV-Freileitungseinbindungen, einem 110/20-kV-Trafo, einer 20-kV-Schaltanlage samt 20-kV-Erdschlusslöschkombination und sieben 20-kV-Kabeleinbindungen.
Mit dem neuen Umspannwerk wird die Netzinfrastruktur im oberen Mölltal zukunftsfit gestaltet.
Auf den Punkt gebracht:
- Neuerrichtung eines Umspannwerkes
- Laufzeit 2 Jahre
Automatisierte Trafostationen
Bei diesem Teilprojekt werden nicht nur bestehende Trafostationen automatisiert, sondern auch neue "smarte" Stationen errichtet. Die automatisierten Trafostationen werden mit ferngesteuerten und ferngemeldeten Schaltgeräten sowie Kurzschlussanzeigern mit Fernauslesefunktion an unser Netzleitsystem angeschlossen. Die Aufrüstung der Trafostationen ist einer der wesentlichen Bestandteile für den erfolgreichen Betrieb des Netzleitsystems und ermöglicht somit eine höhere Versorgungssicherheit.
Auf den Punkt gebracht:
- Neuerrichtung sowie Automatisierung von 60 Trafostationen
- Laufzeit 2023 bis 2028
Neuigkeiten
Modernisierung der Stromnetzinfrastruktur
Die Modernisierungsmaßnahmen der Stromnetzinfrastruktur in Kärnten werden im Rahmen des GreenSwitch-Projekts konsequent fortgesetzt. Die Kärnten Netz treibt dabei den Austausch störungsanfälliger Mittelspannungs-Freileitungen in Hartelsberg voran. Dabei werden rund 2 km neue Mittelspannungskabel verlegt, um die bestehende Infrastruktur zukunftssicher auszubauen.
Durch die Verkabelung bisheriger Freileitungsabschnitte wird die Versorgungssicherheit erhöht und die Widerstandsfähigkeit des Stromnetzes gegenüber äußeren Einflüssen gestärkt. Gleichzeitig leisten die Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der Verteilnetze und zur Vorbereitung auf zukünftige Anforderungen an das Energiesystem.
Mit dem Ausbau in Hartelsberg setzt die Kärnten Netz einen weiteren Schritt zur Stärkung einer modernen und resilienten Strominfrastruktur im Rahmen des GreenSwitch-Projekts.
Erfolgreicher ADMS-Systemtest
Ende Juni wurde mit dem erfolgreichen Factory Acceptance Test (FAT) für das ADMS (Advanced Distribution Management System) ein wichtiger Meilenstein erreicht.
Am 29. und 30. Juni führte die Kärnten Netz gemeinsam mit Siemens die Tests in Wien durch. Das ADMS wurde dabei in 34 Testfällen erfolgreich validiert. Zahlreiche realitätsnahe Szenarien dienten dazu, die Systemperformance unter unterschiedlichen Bedingungen zu prüfen.
Das System ermöglicht unter anderem die automatische Wiederversorgung nach Netzstörungen und ist ein zentraler Baustein für mehr Netzstabilität, Resilienz und Versorgungssicherheit.
Mit der erfolgreichen Abnahme ist ein weiterer Schritt hin zu einer automatisierten und digitalisierten Netzführung im Rahmen des GreenSwitch-Projekts gesetzt.
Automatisierung der Trafostation Sapotnica
Die Arbeiten im GreenSwitch‑Projekt schreiten weiterhin zügig voran, insbesondere bei der Automatisierung der Trafostationen. Rund 34 Trafostationen wurden bereits von der Kärnten Netz automatisiert. Damit wurde ein wesentlicher Schritt zur Erhöhung der Netzsteuerbarkeit, Resilienz sowie zur Integration erneuerbarer Energien gesetzt.
Die Trafostation Sapotnica, Teil der grenzüberschreitenden Notstromverbindung über den Loibltunnel, wurde kürzlich erfolgreich umgebaut und automatisiert. Um die Versorgung des Bodentals während der Bauarbeiten sicherzustellen, wurde vorübergehend eine Mini-Kompakt-Trafostation errichtet und in Betrieb genommen.
Die Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zu einem digitalen, flexiblen und resilienten Stromnetz und schaffen die Voraussetzungen für zukünftige Anforderungen an die Energieversorgung.
Von der Europäischen Union kofinanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäische Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) wider. Weder die Europäische Union noch die CINEA können dafür verantwortlich gemacht werden.





