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Smart Meter

WAS IST EIN SMART METER?

Die Revolution im Zählerschrank. Die Energiezukunft ist eingeleitet und hängt unmittelbar mit den EU-Zielen zusammen - energieeffizienter zu werden, weniger CO2-Emissionen zu produzieren und verstärkt erneuerbare Energien zu nutzen. Der Smart Meter — ein elektronisches Messgerät — ist Ihr neuer Wegbegleiter und löst den mechanischen Stromzähler (Ferraris-Zähler) ab. Sie haben Ihren Verbrauch im Blick und können selbst erzeugten Strom einfach ins Netz einspeisen. In unserem Kundenportal können Sie täglich die Messwerte mitverfolgen.

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Ihre Vorteile

1.

Zugang zu Ihren Verbrauchsdaten

In unserem Kundenportal finden Sie täglich einfach und schnell eine detaillierte Übersicht über Ihre Messdaten.

2.

Verbesserte Rechnungslegung

Ihre Rechnung wird immer auf Basis Ihrer Verbrauchswerte erstellt, Nachzahlungen für Sie gibt es nicht mehr.

3.

Stromsparen

Sie erhalten einen genauen Überblick über Ihren Stromverbrauch und können mögliche Einsparungen leichter umsetzen, z.B. die Sonnenstunden mit Ihrer PV-Anlage besser nutzen.

4.

Automatische Ablesung

Die Ablesung erfolgt automatisch, je nach Kundenwunsch täglich oder jährlich. Weder Sie noch unsere Mitarbeiter müssen Ihren Zählerstand ablesen.

ROLL-OUT STATUS

Der Smart-Meter-Einbau geht zügig voran. 

Die Kärnten Netz hat den Smart Meter Roll-Out im Juni 2017 gestartet. Aktuell sind bereits über drei Viertel der alten Zähler getauscht. Bis Ende 2024 sind zumindest 95 Prozent unserer Anlagen mit Smart Metern ausgestattet.

Häufige Fragen und Antworten

Allgemein

Smart Meter sind elektronische Zähler, die den Stromverbrauch und die Stromeinspeisung messen, den Zählerstand im Viertelstundentakt speichern, über eine Kommunikationsanbindung verfügen und die Zählerstände einmal täglich an unser Unternehmen senden und am Folgetag den Kunden in unserem Kundenportal zur Verfügung stellen. Darüber hinaus werden die Daten an den jeweiligen Stromlieferanten des Kunden übermittelt.

Die EU verfolgt zur Erreichung ihrer klima- und energiepolitischen Zielsetzungen die technologische Modernisierung der derzeit passiven Netze zu aktiven, intelligenten Netzen, so genannten Smart Grids. Smart Meter sind ein erster wesentlicher Schritt. Die rechtlichen Erfordernisse sind im 3. EUBinnenmarktpaket geregelt. In Österreich regeln das Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz (ElWOG) und Verordnungen die Einführung, wobei bis Ende 2024 mindestens 95 Prozent aller Kundenanlagen mit Smart Metern auszustatten sind.

Informationen über Stromverbrauch/-einspeisung

  • Der Stromverbrauch und die Einspeisemenge von Erzeugungsanlagen sind zeitnah bekannt.
  • Im Kundenportal wird täglich eine Vielfalt von Informationen dargestellt (Zählerstände, Durchschnitts-, Vergleichswerte).
  • Unnötige Stromfresser wie schadhafte oder falsch angeschlossene Geräte und Stand-by-Verbraucher können leichter aufgespürt werden. Eine zielgerichtete Energieberatung wird erleichtert.
  • Smart Meter verfügen über eine Kundenschnittstelle, die Messwerte im Sekundentakt an ein elektronisches Gerät des Kunden übertragen kann.


Komfort

  • Messwerte werden in Zukunft automatisch an uns übermittelt. Es ist keine Ablesung durch den Kunden mehr notwendig, ebenso entfällt die Ablesung durch einen unserer Mitarbeiter.
  • Die Rechnungslegung erfolgt in Zukunft nur auf Basis tatsächlicher Verbrauchswerte (keine Verbrauchsschätzungen). Zudem können Tarifänderungen tagesgenau abgerechnet werden.
  • Nach dem Einzug in eine Wohnung ist die Stromfreischaltung umgehend möglich. Aus Sicherungsgründen wird der Zähler von unserer Zentrale zur Einschaltung vorbereitet und durch den Kunden per Knopfdruck aktiviert. Somit wird die unbeabsichtigte Inbetriebnahme von Geräten verhindert.

Sie erhalten von uns ca. 3 Wochen vor der geplanten Installation ein allgemeines Informationsschreiben. Ist der Zähler frei zugänglich, tauschen wir den Zähler in Ihrer Abwesenheit. Ist Ihre Anwesenheit erforderlich, enthält das Informationsschreiben bereits einen Termin. Sollten Sie den Termin nicht wahrnehmen können, kann dieser nach abgeschlossener Registrierung in unserem Kundenportal verschoben werden.

Der neue Zähler wird am Platz des alten Zählers installiert, wobei es zu einer kurzzeitigen Unterbrechung der Stromversorgung kommt. Durch den Zählertausch fallen im Normalfall weder Staub noch sonstige Verschmutzungen an.

Nein, der Zählertausch erfolgt unter denselben Gesichtspunkten wie ein Tausch aufgrund amtlicher Nacheichung. Bestehen beispielsweise Sicherheitsmängel in der Kundenanlage, so müssen diese wie bisher vor einem Zählertausch behoben werden.

Wir werden bis 2024  zumindest 95 Prozent der Zähler austauschen.

Nein, die Zähler sind Eigentum des Netzbetreibers. Die Rücknahme erfolgt im Rahmen des Zählertausches durch den Monteur. Für Sie entsteht kein Aufwand.

Der Zählertausch ist mit keinerlei Zusatzkosten verbunden. Die Umstellung wird durch das Messentgelt und die Netztarife bezahlt, welche wie gewohnt eingehoben werden. Von der Regulierungsbehörde E-Control werden per Verordnung die Netztarife festgelegt und für die Messentgelte Höchstpreise bestimmt.

Rechtsgrundlage

Im Wesentlichen basiert die Einführung auf den nachfolgenden gesetzlichen Regelungen:

  • EU-Binnenmarktpaket grundsätzliche Regelungen der Energiewirtschaft in Europa
  • Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz (ElWOG) Regelt die generellen Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer in Österreich
  • Intelligente Messgeräte Anforderungsverordnung 2011 (IMA-VO 2011) Definition des Mindest-Funktionsumfanges von Smart Metern in Österreich
  • Intelligente Messgeräte-Einführungsverordnung (IME-VO) Regelung des verpflichtenden Einführungszeitraumes für Netzbetreiber in Österreich
  • Erläuterungen zur IME-VO
  • Datenformat- und Verbrauchsinformationsdarstellungs-VO 2012 (DAVID-VO 2012) Festlegung von Anforderungen betreffend Datendarstellung (Web-Portal) und Datenaustausch zwischen Kunden, Netzbetreiber und Energielieferanten
  • Sonstige Marktregeln Kapitel 1 (Begriffsbestimmungen) Abgrenzung intelligentes Messgerät zu einem digitalen Standardzähler (Opt-out)
  • Allgemeine Bedingungen Verteilernetz Strom der KNG-Kärnten Netz GmbH


Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Homepage der E-Control.

Im 3. EU-Binnenmarktpaket sind die rechtlichen Erfordernisse geregelt. Darin ist festgelegt, dass bis 2024 mindestens 80 Prozent aller Kundenanlagen mit Smart Meter ausgestattet sein sollen.

In Österreich ist in der Intelligenten Messgeräte-Einführungsverordnung (IME-VO) für die Sparte Strom eine raschere und umfangreichere Umsetzung vorgeschrieben. Bis Ende 2024 sollen 95 Prozent der Anlagen mit Smart Metern ausgestattet sein.

Datensicherheit & Datenverarbeitung

Der Schutz der Messdaten der Kunden ist auch bei der neuen Zählertechnologie gewährleistet. Das Smart-Meter-System berücksichtigt umfassend die Aspekte des Datenschutzes und der Datensicherheit. Die Kommunikation mit den Zählern wird nach anerkanntem Stand der Technik Ende-zu-Ende verschlüsselt. Sowohl die Datenübertragungsstrecken als auch die Daten sind gegen den Zugriff von unberechtigten Dritten entsprechend gesichert. 

Die Daten vom Zähler werden verschlüsselt zu unserem Meter-Data-Management-System ins Rechenzentrum übertragen. Großteils erfolgt die Übertragung mittels Powerline Carrier, via Stromleitung vom Zähler bis zur nächsten Trafostation. Von den Trafostationen gelangen die Daten per Funknetz oder Lichtwellenleiter in die Zentrale. Der wesentlich kleinere Teil der Zähler überträgt die Daten direkt per öffentliches Funknetz in unsere Zentrale. 

Im Meter-Data-Management-System werden die Daten gesammelt, geprüft und sowohl für das Netzkundenportal als auch für die Stromlieferanten und die Abrechnung bereitgestellt.

Im Smart Meter werden die Daten für einen Zeitraum von 60 Tagen gespeichert. Fällt die Datenverbindung für eine bestimmte Zeit aus, werden die Daten zu einem späteren Zeitpunkt übertragen.

Mit der Installation der Smart Meter kommt es im Vergleich zur bisherigen Messung des Stromverbrauchs mit den Ferraris-Zählern nicht nur zu einer vermehrten Erfassung von Stromverbrauchswerten, sondern auch zur digitalen Speicherung. Durch die Zuordnung der Werte in den IT-Systemen zum jeweiligen Netzkunden werden diese zu personenbezogenen Daten im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Die Daten werden im Smart Meter erfasst und in diesem für die gesetzlich vorgesehene Dauer von 60 Tagen gespeichert. Einmal täglich werden die Daten automatisch über eine Datenverbindung ausgelesen und in die EDV-Systeme verschlüsselt übertragen. 

Der Netzbetreiber verwendet die Daten für die Verbrauchsabrechnung, zur Erstellung von Verbrauchsinformationen sowie für einen sicheren Betrieb der Netzinfrastruktur. Kunden können die gespeicherten Daten zur Rechnungskontrolle und Optimierung ihres Energieverbrauchs nutzen.

Einmal täglich werden die für die Abrechnung und Verbrauchsinformation der Kundenanlage gesammelten Daten vom Zähler übertragen. Grundsätzlich sind dies Tageszählerstände. Auf Wunsch des Kunden und ausdrücklicher Zustimmung können auch Viertelstunden-Werte übertragen werden. 

Der Netzbetreiber ist gesetzlich verpflichtet, die täglichen Zählerstände an den Stromlieferanten zu übermitteln. Abhängig vom Stromliefervertrag bzw. mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden kann aber auch die Übermittlung von Viertelstunden-Zählerständen an den Lieferanten erfolgen.

Die Tages- und Viertelstundenwerte stehen 60 Tage zur Verfügung. Danach werden diese Daten überschrieben. Der Gesamtzählerstand bleibt immer erhalten.

Nein. Der Nachmieter kann am Zähler nur Daten ab dem Zeitpunkt des Einzuges einsehen. Solange sich noch Daten des Vormieters im Speicher des Zählers befinden, können diese nur vom Netzbetreiber zum Zweck der Rechnungserstellung genutzt werden. Nach spätestens 60 Tagen sind alle Tages- und Viertelstundenwerte des Vormieters automatisch überschrieben. 

Die Verbrauchsdaten werden maximal 36 Monate ab dem Zeitpunkt der Übertragung oder bis zur Auflösung des Vertragsverhältnisses bzw. Kundenportal-Nutzerkontos gespeichert. Die Daten können vom Kunden auch gelöscht werden.

Am Display des Zählers wird standardmäßig der aktuelle Zählerstand für den Verbrauch und die Einspeisemenge angezeigt. In unserem Kundenportal stellen wir Ihnen die Messwerte jeweils am Folgetag zur Verfügung. Mit Ihrer Zustimmung im Portal kann die Anzeige von Viertelstunden-Zählerständen kostenlos aktiviert werden.

Rund um den Zähler

Grundsätzlich müssen Sie sich nicht bei uns aktiv melden, um einen Smart Meter zu erhalten. Wir werden alle Zählpunkte in unserem Netzgebiet in den nächsten Jahren mit Smart Meter ausstatten. Ein flächendeckender Rollout bis 2024 wird angestrebt. Ist Ihr Zählpunkt an der Reihe, werden Sie von uns kontaktiert.

Es besteht die Möglichkeit den Wunsch zu äußern einen Smart Meter vorzeitig zu erhalten. Wir werden nach Prüfung der Voraussetzungen diesem Wunsch möglichst entsprechen.

Den Wunsch einen Smart Meter vorzeitig zu erhalten, müssen Sie uns schriftlich unter Angabe des Kundennamens, der Kundennummer, der Anlagenadresse und optional der Zählpunktbezeichnung über unser Kontaktformular übermitteln. Nach Prüfung der Voraussetzungen erhalten Sie ein Antwortschreiben.

Nein. Gemäß ElWOG §83 Absatz 1 ist der Wunsch eines Kunden die Funktionalitäten des Smart Meters abzulehnen (weitverbreitet die „Opt-out-Regelung“) zu berücksichtigen. Unter Zugrundelegung der gesetzlichen Bestimmungen und nach Prüfung der Voraussetzungen kann dem Wunsch entsprochen werden. Das bedeutet, dass der bisherige Stromzähler durch einen elektronischen Standardzähler ohne Smart-Meter-Funktionen ersetzt wird. Dabei deaktivieren wir im Zähler die Speicherung und tägliche Übertragung der Zählerstände. Grundsätzlich werden Ihre Zählerstände werden einmal jährlich für die Erstellung der Stromverbrauchsrechnung ausgelesen.

Bei Zählpunkten mit gemessenem Tarif (Viertelstundenmessung) sowie für Einspeiseanlagen sind die Voraussetzungen für Opt-out nicht erfüllt, da in der Regel ein tarifliches Erfordernis seitens der Energielieferanten vorliegt.

Weitere Informationen finden Sie in den Erläuterungen zur IME-VO

Die gesetzlichen Regelungen im Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz ElWOG § 83 (1) sehen nur für Anlagen von Endverbrauchern und nicht für Einspeiseanlagen die Möglichkeit zur Ablehnung der Funktionen eines Smart Meters vor. Zusätzlich benötigen die Energielieferanten die Viertelstundenwerte für ihre Einspeisetarife, somit ist ein tarifliches Erfordernis gegeben.

Den Opt-out-Wunsch müssen Sie schriftlich unter Angabe des Kundennamens, der Kundennummer, der Anlagenadresse und optional der Zählpunktbezeichnung an uns übermitteln. Nach Prüfung der Voraussetzungen erhalten Sie ein entsprechendes Antwortschreiben.

Die Umsetzung eines Opt-out-Wunsches ist technisch so realisiert, dass beim Smart Meter die Speicherung der Zählerstände deaktiviert ist. Der Smart Meter wird somit zu einem digitalen Standardzähler. Die Opt-out-Kennzeichnung ist auf dem Display ersichtlich.

Der Zähler wird einmal jährlich für die Jahresabrechnung fernausgelesen. Darüber hinaus ist auch für die Verbrauchsabgrenzung (z. B. bei einer Tarifänderung, einem Lieferantenwechsel usw.) eine Fernauslesung des Zählerstandes vorgesehen.

Nach erfolgter Umsetzung des Opt-out-Wunsches gibt es keine Stromverbrauchsinformationen im Kundenportal. Des Weiteren besteht auch keine Möglichkeit zum Abschluss eines auf Viertelstundenverbrauchswerten basierenden Stromliefervertrages. Auch ein detailliertes Energieverbrauchsmonitoring kann ohne den Smart Meter nicht durchgeführt werden.

Generell können Sie sich gegen die Funktionalitäten eines Smart Meters entscheiden, allerdings nicht gegen die Installation eines digitalen Standardzählers. 

Nein. Wird der Opt-out-Wunsch erst beim Zählereinbau vor Ort bekannt gegeben, erhält der Kunde vorerst einen Zähler mit Smart Meter-Funktionalitäten.

Der Opt-out-Wunsch ist schriftlich unter Angabe des Kundennamens, der Kundennummer, der Anlagenadresse und optional der Zählpunktbezeichnung an uns zu übermitteln. Nach Prüfung der Voraussetzungen erhält der Kunde ein Antwortschreiben und der Zähler wird von der Ferne auf einen digitalen Standardzähler ohne Smart-Meter-Funktionalitäten umgestellt.

Das Ansuchen, um den Opt-Out-Wunsch zurückzuziehen, müssen Sie schriftlich unter Angabe des Kundennamens, der Kundennummer, der Anlagenadresse und optional der Zählpunktbezeichnung an uns übermitteln. Sofern ein digitaler Standardzähler ohne Smart Meter-Funktionen bereits installiert ist, wird dieser von der Ferne auf einen vollumfänglichen Smart Meter umgestellt. Nach erfolgter Registrierung in unserem Kundenportal können Sie unter dem Service meine.verbrauchswerte die täglichen Verbrauchswerte oder auf Wunsch Viertelstunden-Werte jeweils am Folgetag abrufen.

Für den Widerruf der Viertelstunden-Werte steht das allgemeine Kontaktformular zur Verfügung. Damit erteilen Sie den Widerruf bei Ihrem Netzbetreiber. Um den Widerruf auch bei Ihrem Energielieferanten durchzuführen, setzen Sie sich bitte direkt mit ihm in Verbindung.

Nach einer europaweiten Ausschreibung erfolgt die Lieferung der Zähler durch die Unternehmen Siemens und Iskraemeco (Slowenien). 

Am Display des Zählers wird standardmäßig der aktuelle Zählerstand für den Verbrauch und die Einspeisemenge sowie die momentane Leistung angezeigt. Auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden kann die Anzeige von Viertelstunden-Zählerständen am Zähler kostenlos aktiviert werden.

Nach heutigem Kenntnisstand kann eine gesundheitliche Beeinträchtigung oder Gefährdung von Personen durch Signale der Schmalband-Powerline-Technologie (Datenübertragung via Stromnetz) ausgeschlossen werden.

Die von der Weltgesundheitsorganisation vorgegebenen und in Österreich in der ÖNORM E 8850 ausgewiesenen Vorsorgegrenzwerte werden bei weitem unterschritten. Im Gegensatz zu einer Datenübertragung mittels PLC senden Smart Meter mit Funkmodulen die Daten per Funknetz in die Zentrale. Eine solche Übertragung entspricht einem rund 30 Sekunden dauernden Handy-Telefonat. Die elektromagnetische Zusatzbelastung ist also äußerst gering.

Die Zähler besitzen sowohl die europäische Zulassung (Messtechnische Konformitätsbewertung — „CE-MID") einer benannten Stelle in Europa als auch die österreichische Zulassung durch das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV). Auf Basis dieser Zulassungen müssen alle Zähler amtlich geeicht und mit einer Eichplombe versehen werden. Bei der amtlichen Eichung werden alle messtechnisch relevanten Funktionen von amtlich ermächtigten Stellen (Eichstellen) geprüft. 

Elektronische Stromzähler haben in Österreich, laut Maß- und Eichgesetz, zehn Jahre Eichfrist. Dies bedeutet, dass der Zähler ohne weitere Prüfung zehn Jahre ab Eichung in der Kundenanlage verbleibt. Während der Einsatzzeit können Zähler ausgebaut und nachgeeicht und so für weitere zehn Jahre im Netz eingesetzt werden. Alternativ dazu besteht auch die gesetzliche Möglichkeit der sogenannten dynamischen Eichfristenverlängerung. In diesem Fall wird vor Ablauf der Eichgültigkeit eine Stichprobe aus einer bestimmten Zählermenge gezogen. Bestehen die Zähler der Stichprobe diese amtlich beaufsichtigte Prüfung, können alle Zähler dieses Loses für weitere fünf Jahre im Netz verbleiben.

Wie die mechanischen Zähler benötigen auch die elektronischen Zähler für den Eigenbetrieb Energie, wobei es hier kaum Unterschiede zwischen den beiden Technologien gibt. Die benötigte Energie wird jedoch nicht vom Zähler erfasst.

Nein, eine Fernsteuerung von Haushaltsgeräten über den Smart Meter ist unmöglich. 

Wie bisher halten Stromlieferanten und Netzbetreiber ein mehrstufiges Mahnverfahren ein. Im Falle einer Abschaltung erfolgt diese in Zukunft aus der Ferne.

Eine Studie der Universität Twente in den Niederlanden überprüfte neun digitale Stromzähler, die zwischen 2004 und 2014 hergestellt wurden, auf deren Messgenauigkeit. Bei einigen dieser Geräte wurde festgestellt, dass unter bestimmten Voraussetzungen Messfehler auftreten. Die größten Abweichungen traten bei gleichzeitiger Verwendung von Lichtdimmern mit Energiespar- und LED-Leuchtmitteln auf. Zwar sind Energiespar- und LED-Leuchtmittel weit verbreitet, machen wegen ihrer geringen Leistungsaufnahme aber in den österreichischen Haushalten nur einen kleinen Teil des gesamten elektrischen Energiebedarfs aus. Auch analoge Messgeräte weisen gewisse Ungenauigkeiten auf. Eine zu 100 % korrekte Messung ist aus technischer Sicht niemals möglich.

In Österreich ist diese Problematik den Netzbetreibern bekannt. Wir setzen ausschließlich digitale Stromzähler neuester Baureihen, beginnend mit 2017, ein. Alle digitalen Stromzähler, die in Österreich eingesetzt werden, wurden zuvor von einer staatlich anerkannten und unabhängigen Eichstelle auf ihre Messgenauigkeit geprüft. Daher können sich die österreichischen Konsumenten sicher sein, dass die Messgenauigkeit der Zähler sehr hoch ist. 

 

Ja, die Zähler sind mit einer verschlüsselten Kommunikationsschnittstelle ausgestattet, über die Verbrauchs- und Einspeisewerte in Echtzeit zur Verfügung stehen. Für nähere Informationen bzw. zur Aktivierung der Kundenschnittstelle kontaktieren Sie uns bitte über unser Kontaktformular.

Aktuell wird österreichweit an einer einheitlichen Lösung für die Kundenschnittstelle gearbeitet. Mit der Einführung eines kompatiblen Produktes ist bis Mitte 2023 zu rechnen.