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GEMEIN­SCHAFT­LICHE
ERZEUGUNGS­ANLAGEN (GEA)

Dank gemeinschaftlicher Erzeugungsanlagen können Mieter wie auch Eigentümer von Mehrparteienhäusern, Bürogebäuden oder Einkaufszentren erzeugte Energie auf der gemeinsamen Hauptleitung gemeinschaftlich nutzen.

Voraussetzungen

Alle Teilnehmer (Erzeuger und Verbraucher) der GEA befinden sich auf derselben Hauptleitung,. z.B. im selben Wohnhaus. 

Der Betreiber der gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage muss Netzkunde am Erzeugungszählpunkt (und damit auch am Verbrauchszählpunkt des Messgerätes) sein.

Der Betreiber muss unter anderem mit den Teilnehmern folgende Vereinbarungen treffen:

  • Bestimmung eines Betreibers/Anlagenverantwortlichen, der auch gegenüber dem Netzbetreiber als Ansprechperson genannt wird
  • Datenverwaltung und Datenbearbeitung der Energiedaten der Erzeugungsanlagen und der Verbrauchsanlagen der teilnehmenden Netzbenutzer durch den Netzbetreiber
  • Betrieb, Erhaltung und Wartung der Erzeugungsanlagen sowie die Kostentragung
  • Haftung und allfällige Versicherungen
  • Viertelstundenwerte

IN 6 SCHRITTEN ZU IHRER GEA

Weiterführende Informationen finden Sie auch in unseren häufigen Fragen und Antworten.

1

Registrierung am österreichischen Energiemarkt  

Für den branchenspezifischen Datenaustausch registrieren Sie sich bitte hier.
Ihnen wird eine eindeutige Kennung (EC-Nummer) zugeteilt. 

2

Wählen Sie eine Aufteilungsmethode

Sie können zwischen der dynamischen oder statischen Aufteilungsmethode wählen.

3

GEA beantragen

Stellen Sie Ihren Antrag direkt in unserem Kundenportal. Im Anschluss senden wir Ihnen einen Vertrag für den Betrieb einer GEA zu. 

beantragen
4

Anmeldung zur Kommunikation am österreichischen Energiemarkt

Für die Kommunikation zwischen GEA und Netzbetreiber gibt es die Datenaustauschplattform EDA (Energiewirtschaftlicher Datenaustausch). Es stehen mehrere Möglichkeiten zur Anbindung an EDA zur Verfügung.

Weitere Infos & Anmeldung
5

Teilnehmer anmelden

Die Energiegemeinschaft muss jeden Zählpunkt der teilnehmenden Verbrauchs- und Erzeugungsanlagen mittels digitaler Marktprozesse anmelden. Die Zustimmung des Netzkunden zur Teilnahme erfolgt über unser Kundenportal.

Achtung: Sie müssen der Datenfreigabe und der Zusatzvereinbarung zum Netzzugang zustimmen! 
 

6

Los geht's!

Die in der Gemeinschaft erzeugte Energie wird vom Netzbetreiber den Teilnehmern für den zeitgleichen Verbrauch zugeordnet. Wir versenden nun periodisch Zeitreihen an die GEA.

Häufige Fragen und Antworten

  • Kostenersparnis
    Je lokaler Erzeugung und Verbrauch stattfinden, desto größer kann auch die Ersparnis bei den Netzkosten ausfallen
     
  • Sozialgemeinschaftliche Bewusstseinsbildung
    Gemeinschaftliche lokale Erzeugung und gemeinschaftlicher lokaler Verbrauch der Energie fördert Bewusstsein für energieeffiziente Nutzung
     
  • Förderung des Umweltgedankens der Gesellschaft
    Verantwortungsvoller Umgang mit Energieressourcen durch gelebten Umwelt- und Klimaschutzgedanken

Netzbetreiberseitig fallen keine laufenden Kosten für den Betrieb oder der Teilnahme an einer Energiegemeinschaft an.

Für den Energieanteil, der von der Energiegemeinschaft bezogen wird, fallen keine arbeits-/leistungsbezogene Netznutzungsentgelte bzw. Abgaben an.

Jeder Marktpartner der am österreichischen Energiemarkt teilnehmen möchte, muss registriert sein und eine eindeutige Kennung, die sogenannte EC-Nummer, besitzen. Für Energiegemeinschaften unterscheidet man, gemeinschaftlichen Erzeugungsanlagen (GCxxxxxx), Erneuerbare Energie Gemeinschaften (RCxxxxxx) und Bürgerenergiegemeinschaften (CCxxxxxx). Sie können Ihre Energiegemeinschaft  hier registrieren.

Es gibt zwei zulässige Methoden die erzeugte Energie aufzuteilen, diese unterscheiden sich wie folgt:
 

  • Bei der statischen Aufteilungsmethode wird jedem Teilnehmer ein vorab fixer Anteil (Prozentsatz) der Erzeugung zugeordnet. Nicht verbrauchte Energie jedes Teilnehmers wird als Überschuss dem Erzeugungszählpunkt zugeteilt. Vorteil der statischen Aufteilung ist die einfache Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit.
     
  • Bei der dynamischen Aufteilungsmethode wird eine flexible Zuordnung der erzeugten Mengen nach dem jeweiligen tatsächlichen Verbrauch der Teilnehmer vorgenommen. In diesem Fall wird nur ein eventueller Gesamtüberschuss in der GEA dem Erzeugungszählpunkt zugeteilt. Die dynamische Aufteilung ist aufgrund der gewissermaßen optimierten Aufteilung des erzeugten Stroms im Allgemeinen wirtschaftlicher.

Die Gemeinschafts-ID ist die Bezeichnung für ein Gemeinschafts-Konstrukt — also die „Klammer“ für die zur Gemeinschaft gehörenden Zählpunkte (Einspeiser und Verbraucher). Ihr Aufbau ist ähnlich einer Zählpunktsbezeichnung. Die Gemeinschafts-IDs für GEAs/ EEGs wird im Zuge der Vertragserstellung vom Netzbetreiber vergeben.

Die Gemeinschafts-IDs für Bürgerenergie-Gemeinschaften gelten Netzgebiet übergreifend für ganz Österreich und werden dabei von Oesterreichs Energie und nicht von den Netzbetreibern vergeben.

In unserem Kundenportal unter dem Service "Datenfreigabe" im Zuge der Zustimmung der Teilnahme an der Energiegemeinschaft. 

Wenn Sie Mitglied einer Energiegemeinschaft sind und Ihre Energiegemeinschaft die Anmeldung mittels Marktprozesse durchgeführt hat, finden Sie in unserem Kundenportal unter Datenfreigaben die von Ihrer Energiegemeinschaft übermittelten Zählpunkte. Hier können Sie die Teilnahme akzeptieren, der Zusatzvereinbarung zum Netzzugangsvertrag und der Auslesung der Viertelstundenwerte zustimmen.

Allgemeine Infos zu Energiegemeinschaften finden Sie unter energiegemeinschaften.gv.at.