- Die bestehende Leitung wurde vor rund 70 Jahren vorausschauend geplant und errichtet. Sie sichert aktuell die Versorgung im Großraum Mittelkärnten, muss allerdings aufgrund ihres Alters und Zustandes sowie zur Schaffung neuer Kapazitäten für künftige Herausforderungen ersetzt werden.
- Die Anforderungen, die sich durch die Energiewende (Integration der erneuerbaren Energien) sowie durch das prognostizierte Wirtschaftswachstum in der Region ergeben, steigen. Die Aufgabe der Kärnten Netz ist es, ihren Kunden eine dementsprechend leistungsfähige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.
Mittelkärnten
Mittelkärnten
NETZERNEUERUNG MITTELKÄRNTEN: PROJEKTINFORMATION
Informationen zur Erneuerung des 110-kV-Stromnetzes der Kärnten Netz in der Region Mittelkärnten und zum Umspannwerk Treibach.
EIN STARKES NETZ FÜR MITTELKÄRNTEN
Der Großraum Mittelkärnten zählt insbesondere durch die dort ansässige energieintensive Industrie zu den wichtigsten Verbrauchsschwerpunkten im Netz der Kärnten Netz. Gleichzeitig stellen die zunehmende Einspeisung erneuerbarer Energien sowie die Anforderungen der Energiewende hohe Ansprüche an die bestehende Netzinfrastruktur.
Um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten und ausreichende Netzkapazitäten für die zukünftige Entwicklung der Region bereitzustellen, erneuert die Kärnten Netz das bestehende 110-kV-Netz zwischen den Umspannwerken St. Veit, Treibach, Wietersdorf und Brückl.
Die bestehende, zwischen 1950 und 1970 errichtete Freileitung wird durch eine neue leistungsstarke zweisystemige 110-kV-Freileitung ersetzt. Die neue Trasse weist eine Länge von rund 38 Kilometern auf und umgeht Siedlungs- und Schutzgebiete bestmöglich. Nach Inbetriebnahme der neuen Leitung wird die bestehende 110-kV-Leitung rückgebaut.
AKTUELLER STAND
- Die Erneuerung des 110-kV-Netzes Mittelkärnten befindet sich derzeit im UVP-Verfahren. Die mündliche UVP-Verhandlung wurde am 6. und 7. Oktober 2026 durchgeführt.
- Parallel zum Behördenverfahren setzt die Kärnten Netz die projektbezogenen Arbeiten fort.
- Derzeit erfolgen Untergrunderkundungen an den geplanten Maststandorten.
- Gleichzeitig steht die Kärnten Netz im Austausch mit den betroffenen Grundeigentümer:innen. Mit rund 75 % der Grundeigentümer:innen konnte bereits eine Einigung erzielt werden.
- Ergänzend arbeitet die Kärnten Netz an der Ausführungsplanung für Mastfundamente, Mastkonstruktionen sowie die technischen Anlagen der betroffenen Umspannwerke.

Meilensteine und nächste Schritte im UVP-Verfahren
- Juni 2025: Einreichung der Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) bei der zuständigen Behörde.
- Herbst 2025 bis Frühjahr 2026: Vollständigkeitsprüfung, Ergänzung der Projektunterlagen und öffentliche Auflage der UVE-Unterlagen.
- 6. und 7. Oktober 2026: Durchführung der mündlichen UVP-Verhandlung.
- Voraussichtlich 2027: Abschluss des UVP-Verfahrens durch die zuständige Behörde.
- Nach Vorliegen der Genehmigung: Weiterführung der Detailplanung und Vorbereitung der Umsetzung.
UMSPANNWERK TREIBACH FERTIGGESTELLT
Als ersten Meilenstein nimmt die Kärnten Netz im Sommer 2024 das neue Umspannwerk Treibach südlich von Althofen in Betrieb. Die Bauarbeiten starteten im Februar 2023 und wurden früher als geplant fertiggestellt. Im Betriebsgebäude ist die größte 20-kV-Schaltanlage der Kärnten Netz mit insgesamt 34 Schaltzellen installiert. Das Umspannwerk Treibach stellt die ausreichende Versorgung mit Energie für Bevölkerung und Wirtschaft von Treibach und Umgebung in den kommenden Jahrzehnten sicher. Die Kärnten Netz investierte rund 20 Millionen Euro in das neue Umspannwerk.
Fragen und Antworten
Eine unserer Planungsprämissen ist es, Siedlungsgebiete zu meiden. Die neue Leitung wird - im Gegensatz zur bestehenden Leitung - keine Siedlungsgebiete mehr überspannen, wie aktuell in Kappel am Krappfeld, in Eberstein und in Brückl. Hier ist die Leitung im Lauf der Jahrzehnte stark unterbaut worden.
Nein, die Versorgungssicherheit ist aktuell nicht gefährdet, aber wir müssen in die Zukunft schauen. In den kommenden Jahrzehnten benötigt Mittelkärnten noch mehr Strom als bisher. Genauso wie unsere Vorgänger, die vorausschauend ein Netz errichtet haben, achten auch wir darauf, dass die neue Leitung die Anforderungen der nächsten Jahrzehnte erfüllt.
Mittelkärnten ist eine wachsende Region in Kärnten und nachhaltige Versorgungsicherheit ist ein bedeutender Faktor für die Lebensqualität, die Standortentwicklung und das Erreichen der Energiewende. Mit der Erneuerung des Netzes ist die Versorgungsicherheit für die kommenden Jahrzehnte gewährleistet und das Netz für die zukünftigen Anforderungen im Rahmen der Energiewende gerüstet.
Für die sichere Versorgung der Kund:innen braucht es nicht nur ein leistungsfähiges 110-kV-Netz, sondern auch moderne Umspannwerke. Das neue UW Treibach ist für die Versorgung der Haushalte und Unternehmen in dieser sich dynamisch entwickelnden Region von zentraler Bedeutung.
Mittelkärnten ist eine wachsende Region in Kärnten und nachhaltige Versorgungsicherheit ist ein bedeutender Standortfaktor. Das derzeit bestehende Netz wurde in den 1950-er Jahren errichtet. Seit damals hat sich der Strombedarf vervierfacht.
Die bestehende (alte) Leitung (inkl. aller Masten) wird nach Fertigstellung der neuen Leitung fachgerecht demontiert und entsorgt.
Wir hoffen auf rasche Genehmigungsverfahren. Sobald diese abgeschlossen sind, gehen wir von einer Bauzeit von ca. 2,5 Jahren aus.
Alle Bürgermeister in den betroffenen Gemeinden wurden im Vorfeld über unser Vorhaben informiert und dieser Dialog wird weitergeführt. Die vom Leitungsbau betroffenen Grundstückseigentümer werden persönlich über das Projekt informiert. Im Zuge dessen werden Anliegen und Interessen der Grundeigentümer:innen so weit wie möglich berücksichtigt. Ein Dialog auf Augenhöhe mit den Grundeigentümer:innen ist uns wichtig.
Die Energiewende ist die große Herausforderung der kommenden Jahrzehnte. Sie ist direkt verbunden mit der Notwendigkeit, die Netze dafür zu ertüchtigen. Ihr Gelingen wird ein wesentlicher Faktor für die Attraktivität unseres Bundeslandes als Wirtschafts- und Lebensraum sein.
Die Einbindung von erneuerbaren Energieanlagen (z.B. PV) erfordert leistungsstarke Netze. Ohne diese ist das Erreichen der Klimaziele und der Umstieg auf die Stromerzeugung aus 100 % regenerativen Quellen nicht möglich.
Wir werden in den kommenden Jahren in ganz Kärnten die Netze auf allen Spannungsebenen verstärken und zum Teil erneuern. Kärnten Netz investiert in den nächsten 10 Jahren dafür mehr als 1 Milliarde Euro.
Unser Ziel ist es, das Bauvorhaben möglichst schonend für Mensch, Tier und Natur umzusetzen. Das Projekt, welches im übrigen UVP-pflichtig ist, wird dabei umfassend behördlich geprüft. Sollten sich daraus abgeleitete Maßnahmen ergeben, werden diese selbstverständlich von uns berücksichtigt.
SIE HABEN FRAGEN ZUM NETZAUSBAU MITTELKÄRNTEN?
Schreiben Sie uns per E-Mail an planung.leitungsbau@kaerntennetz.at
Oder rufen Sie uns an: +43 (0)5 0525 2030