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Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft (EEG)

Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft (EEG)

Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften (EEG)

Mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzespaket (EAG) wurde die Möglichkeit zur Gründung von Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaften (EEG) geschaffen.

Den Teilnehmern einer EEG wird der zeitgleiche Austausch von lokal erzeugter und verbrauchter Energie aus erneuerbaren Energieträgern (z.B. PV-Anlagen) ermöglicht.
Dies soll den verantwortungsvollen Umgang mit Energieressourcen und gelebten Umwelt- und Klimaschutzgedanken forcieren.
In einer EEG wird die erzeugte Energie über das öffentliche Netz im Lokal- bzw. Regionalbereich auf deren Teilnehmer aufgeteilt.

 

Darüber hinaus können die Teilnehmer von innerhalb der EEG erzeugter Energie  sowie  von reduzierten Netztarifen für den Energieanteil der EEG profitieren.
Für den Restnetzbezug besteht laut EAG weiterhin die freie Lieferantenwahl.
 

Im österreichischen Energiemarkt wurden bereits die Voraussetzungen für den Betrieb von EEGs mit einer Erzeugungsanlage geschaffen.
Ab Oktober 2022 können auch  mehrere Erzeugungsanlagen als Teilnehmer einer EEG angemeldet werden.

 

Eine detailliertere Übersicht zum Branchen-Fahrplan können sie auf der Homepage des Verbandes Oesterreichs Energie finden.

 

Weiterführende Informationen sind unter https://energiegemeinschaften.gv.at

 

Vorteile Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft:

Sozialgemeinschaftliche Bewusstseinsbildung

Gemeinschaftliche lokale Erzeugung und gemeinschaftlichen lokaler Verbrauch der Energie fördert Bewusstsein für energieeffiziente Nutzung der Energie

Förderung des Umweltgedankens der Gesellschaft

Verantwortungsvoller Umgang mit Energieressourcen durch gelebten Umwelt- und Klimaschutzgedanken

Kostenersparnis

Je lokaler Erzeugung und Verbrauch stattfinden desto größer kann auch die Ersparnis bei den Netzkosten ausfallen

 

Im Serviceportal der KNG "mein.portal" können Sie ihre Lokal- und Regional-ID abrufen (persönliche Anmeldung erforderlich). Durch Vergleich der IDs der Zählpunkte von Interessenten einer EEG kann festgestellt werden, ob sich die Zählpunkte im gleichen Lokal- oder Regionalbereich befinden. Stimmen die jeweiligen ID's überein, kann eine EEG gegründet werden.

Folgend die notwendigen Schritte:

  • Besuchen Sie das KNG Serviceportal (www.kaerntennetz.at/meinportal)
  • Eventuelle Registrierung bei Erstanmeldung
  • Anmeldung mit Benutzerdaten
  • Unter der Übersicht "mein.konto" einen der drei Unterpunkte "Netzrechnungsanzeige/Verbrauchsübersicht/Netzzugangsverträge" öffnen
  • Die Lokal- und Regional-ID befindet sich im Unterpunkt "Anlagendaten"*

* Diese Kennung dient zur Information, ob sich bei einer eventuellen Teilnahme bei einer EEG eine lokale oder regionale Zuordnung ergeben würde. Durch Vergleich der IDs der Interessenten der EEG kann die jeweilige Zuordnung überprüft werden. Die Abfrage der Lokal- und Regional-ID versteht sich als Dienst zur Orientierung für Interessenten an Energiegemeinschaften. Die finale Bestimmung der lokalen bzw. regionalen Zuordnung der Teilnehmer zur Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft wird erst nach Aktivierung der jeweiligen Teilnehmer bekannt gegeben. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird seitens der KNG-Kärnten Netz GmbH keine Gewähr geleistet.

Die Energiegemeinschaft hat Vereinbarungen zu treffen, die zumindest folgende Inhalte umfassen:

  • Eine EEG besteht aus zwei oder mehreren Mitgliedern oder Gesellschaftern und ist als Verein, Genossenschaft, Personen- oder Kapitalgesellschaft oder eine ähnliche Vereinigung mit Rechtspersönlichkeit zu organisieren
  • Bestimmung eines Betreibers/Anlagenverantwortlicher, der auch gegenüber dem Netzbetreiber als Ansprechperson genannt wird
  • Datenverwaltung und Datenbearbeitung der Energiedaten der Erzeugungsanlagen und der Verbrauchsanlagen der teilnehmenden Netzbenutzer durch den Netzbetreiber
  • Betrieb, Erhaltung und Wartung der Erzeugungsanlagen sowie die Kostentragung
  • Haftung und allfällige Versicherungen

Weiterführende Informationen finden Sie unter https://energiegemeinschaften.gv.at

 

Für den branchenspezifischen Datenaustausch muss die EEG auf der Informationsplattform der österreichischen Energiewirtschaft (www.ebutilities.at) registriert werden. Die Gemeinschaft erhält damit eine eindeutige Kennung, die sogenannte EC-Nummer (RCxxxxxx).

Die Entscheidung ist einerseits physikalisch auf Grund der Zuordnung der Teilnehmer im Netz bedingt siehe auch Punkt "Mit wem kann ich eine EEG im Lokal- bzw. Regionalbereich gründen?", anderseits liegen dahinter auch soziale und wirtschaftliche Überlegungen der Gemeinschaft.

Die zwei zulässigen Methoden unterscheiden sich wie folgt:

  • Bei der statischen Aufteilungsmethode wird jedem Teilnehmer ein vorab fixer Anteil (Prozentsatz) der Erzeugung zugeordnet. Nicht verbrauchte Energie jedes Teilnehmers wird als Überschuss dem Erzeugungszählpunkt zugeteilt. Vorteil der statischen Aufteilung ist die einfache Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit.

  • Bei der dynamischen Aufteilungsmethode wird eine flexible Zuordnung der erzeugten Mengen nach dem jeweiligen tatsächlichen Verbrauch der Teilnehmer vorgenommen. In diesem Fall wird nur ein eventueller Gesamtüberschuss in der EEG dem Erzeugungszählpunkt zugeteilt. Die dynamische Aufteilung ist aufgrund der gewissermaßen optimierten Aufteilung des erzeugten Stroms im Allgemeinen wirtschaftlicher.

Für den Betrieb der EEG muss derzeit durch die Gemeinschaft per Mail (an netzbetreiber@kaerntennetz.at) ein Antrag gestellt werden:

Betreff: „Antrag zum Betrieb einer Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft“

Mindestinhalt:

  • Zählpunktsbezeichnung Erzeugungsanlage
  • ID der Marktpartnerrolle einer Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft (RC……)
  • Statisches oder dynamisches Aufteilungsmodel
  • Lokale oder regionale EEG
  • Name der EEG
  • Straße, Hausnummer
  • PLZ, Ort
  • Telefonnummer
  • Mailadresse
  • Firmenbuchnummer/Vereinsnummer/Geburtsdatum
  • Art der Energiegemeinschaft (Verein, Genossenschaft, …)
  • Optional: Beauskunftungskennzahl


Für den Anlagenstandort der Erzeugungsanlage:

  • Straße, Hausnummer
  • PLZ, Ort 

Die KNG überprüft den Antrag und sendet nach Erfüllung aller Voraussetzungen den Vertrag zum Betrieb einer EEG in zweifacher Ausfertigung, firmenmäßig gezeichnet an die EEG. Im gleichen Zuge vergibt die KNG für jede EEG eine im österreichischen Energiemarkt eindeutige „Gemeinschafts-ID", welche auch auf diesem Vertrag angeführt ist. Darauffolgend übermittelt die EEG ein gegengezeichnetes Exemplar an die KNG.

Im österreichischen Energiemarkt erfolgt der Datenaustausch über die Datenaustauschplattform EDA (Energiewirtschaftlicher Datenaustausch). Für die Abwicklung der Datenaustauschprozesse bezogen auf EEG, stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Prozessumsetzung in eigener IT-Landschaft (EDA Messenger oder EDA E-Mail)
  • Nutzung eines IT-Dienstleisters
  • Nutzung des EDA-Anwenderportals (https://eda.at/anwenderportal.html)

Für weitere Informationen bezüglich des Datenaustausches besuchen Sie https://www.eda.at/.
 

Der Registrierungsprozess laut Prozessablauf (ersichtlich unter www.ebutilities.at) muss für jeden Zählpunkt der teilnehmenden Verbrauchsanlagen durchgeführt werden. Hinweis: In der derzeitigen Stufe der österreichweiten Umsetzung ist für jeden Zählpunkt vor der Registrierung ein bilateraler Abgleich mit dem Netzbetreiber notwendig!

Voraussetzung zur Registrierung ist die Unterzeichnung der Zusatzvereinbarung zum Netzzugangsvertrag durch die Teilnehmer. Dieses Dokument steht als Vorlage auf der Homepage der KNG unter dem Reiter „Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften/Notwendige Unterlagen“ zur Verfügung.

Dieses Dokument muss laut Beschreibung (www.ebutilities.at) dem Registrierungsprozess angefügt werden.

Der Aktivierungsprozess laut Prozessablauf (ersichtlich unter www.ebutilities.at) muss für jeden registrierten Zählpunkt durchgeführt werden.

Voraussetzung zur Aktivierung ist der abgeschlossene Registrierungsprozess und die Aktivierung der Viertelstunden-Auslesung.

Die in der Gemeinschaft erzeugte Energie wird vom Netzbetreiber nun den aktivierten Teilnehmern für den zeitgleichen Verbrauch zugeordnet.

Die KNG-Kärnten Netz GmbH versendet nun periodisch Zeitreihen an die EEG und  berücksichtigt die verordneten Netznutzungstarife (laut jeweils gültiger Novelle der SNE-V) für den selbst genutzten Energieanteil aus der EEG je Teilnehmer (Beschrieben unter www.ebutilities.at).

Notwendige Unterlagen

Links

Weiterführende Infos