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ER­NEU­ER­BARE
ENERGIE
GE­MEIN­SCHAFT­EN (EEG)

Um den Einsatz von erneuerbaren Energien zu erhöhen und zu fördern, wurde mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzespaket (EAG) die Möglichkeit zur Gründung von Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaften (EEG) geschaffen. In einer EEG schließen sich mehrere unterschiedliche Partner zusammen, um über Grundstücksgrenzen hinweg gemeinsam Energie zu erzeugen und zu nutzen. In einer EEG wird die erzeugte Energie über das öffentliche Netz im Lokal- bzw. Regionalbereich auf deren Teilnehmer aufgeteilt.

MIT WEM KANN ICH EINE ENERGIEGEMEINSCHAFT EINGEHEN?

 

Ihre Lokal- und Regional-ID können Sie in unserem Kundenportal abrufen. Durch Vergleich der IDs der Zählpunkte von Interessenten einer EEG kann festgestellt werden, ob sich die Zählpunkte im gleichen Lokal- oder Regionalbereich befinden. Stimmen die jeweiligen ID's überein, kann eine EEG gegründet werden. Besonders in Randgebieten soll die grafische Darstellung nur einen ersten Überblick geben.* 
Die aktuell gültige Zuordnung je Zählpunkt finden Sie im Netzkundenportal unter: "Netzrechnungsanzeige/¬Verbrauchsübersicht/¬Netzzugangsverträge" im Unterpunkt "Anlagendaten"


*Die Abfrage der Lokal- und Regional-ID versteht sich als Dienst zur Orientierung für Interessenten an Energiegemeinschaften. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird seitens der KNG-Kärnten Netz GmbH keine Gewähr geleistet. 
Die finale Zuordnung der lokalen bzw. regionalen ID der Teilnehmer an einer Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft wird zum Zeitpunkt der Aktivierung der jeweiligen Teilnehmer ermittelt. 

Voraussetzungen

Die Energiegemeinschaft hat Vereinbarungen zu treffen, die zumindest folgende Inhalte umfassen:

  • Eine EEG hat mindestens zwei oder mehrere Mitglieder oder Gesellschafter. Sie ist als Verein, Genossenschaft, Personen- oder Kapitalgesellschaft oder eine ähnliche Vereinigung mit Rechtspersönlichkeit zu organisieren.
  • Bestimmung eines Betreibers/Anlagenverantwortlichen, der auch gegenüber dem Netzbetreiber als Ansprechperson genannt wird
  • Datenverwaltung und Datenbearbeitung der Energiedaten der Erzeugungsanlagen und der Verbrauchsanlagen der teilnehmenden Netzbenutzer durch den Netzbetreiber
  • Betrieb, Erhaltung und Wartung der Erzeugungsanlagen sowie die Kostentragung
  • Haftung und allfällige Versicherungen
  • Viertelstundenwerte

IN 7 SCHRITTEN ZU IHRER EEG

Weiterführende Informationen finden Sie auch in unseren häufigen Fragen und Antworten.

1

Registrierung am österreichischen Energiemarkt

Für den branchenspezifischen Datenaustausch registrieren Sie sich bitte hier.

Ihnen wird eine eindeutige Kennung (EC-Nummer) zugeteilt. 
 

2

Nahebereich festlegen

Aufgrund der Zuordnung der Teilnehmer zum Nahebereich ergibt sich eine lokale oder regionale EEG.

3

Wählen sie eine Aufteilungsmethode

Sie können zwischen der dynamischen und der statischen Aufteilungsmethode wählen.

4

EEG beantragen

Stellen Sie Ihren Antrag direkt in unserem Kundenportal. Im Anschluss senden wir Ihnen einen Vertrag für den Betrieb einer EEG.

Beantragen
5

Anmeldung zur Kommunikation am österreichischen Energiemarkt

Für die Kommunikation zwischen EEG und Netzbetreiber gibt es die Datenaustauschplattform EDA (Energiewirtschaftlicher Datenaustausch). Es stehen mehrere Möglichkeiten zur Anbindung an EDA zur Verfügung. 

Weitere Infos & Anmeldung
6

Teilnehmer anmelden

Die Energiegemeinschaft muss jeden Zählpunkt der teilnehmenden Verbrauchs- und Erzeugungsanlagen mittels digitaler Marktprozesse anmelden. Die Zustimmung des Netzkunden zur Teilnahme erfolgt über unser Kundenportal.

Achtung: Sie müssen der Datenfreigabe und der Zusatzvereinbarung zum Netzzugang zustimmen! 

7

Los geht's!

Die in der Gemeinschaft erzeugte Energie wird vom Netzbetreiber den Teilnehmern für den zeitgleichen Verbrauch zugeordnet.

Wir versenden nun periodisch Zeitreihen an die EEG und berücksichtigen die verordneten Netznutzungstarife (laut jeweils gültiger Novelle der SNE-V) für den selbst genutzten Energieanteil aus der EEG je Teilnehmer. 

Häufige Fragen und Antworten

Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften (EEG)

  • Kostenersparnis
    Je lokaler Erzeugung und Verbrauch stattfinden, desto größer kann auch die Ersparnis bei den Netzkosten ausfalle
     
  • Sozialgemeinschaftliche Bewusstseinsbildung
    Gemeinschaftliche lokale Erzeugung und gemeinschaftlicher lokaler Verbrauch der Energie fördert Bewusstsein für energieeffiziente Nutzung
     
  • Förderung des Umweltgedankens der Gesellschaft
    Verantwortungsvoller Umgang mit Energieressourcen durch gelebten Umwelt- und Klimaschutzgedanken

Netzbetreiberseitig fallen keine laufenden Kosten für den Betrieb oder der Teilnahme an einer Energiegemeinschaft an.


Für den Energieanteil, der von der Energiegemeinschaft bezogen wird, fällt eine Reduzierung des Arbeitspreises für das Netznutzungsentgelt laut aktuellem Preisblatt an.

Jeder Marktpartner der am österreichischen Energiemarkt teilnehmen möchte, muss registriert sein und eine eindeutige Kennung, die sogenannte EC-Nummer, besitzen. Für Energiegemeinschaften unterscheidet man, gemeinschaftlichen Erzeugungsanlagen (GCxxxxxx), Erneuerbare Energie Gemeinschaften (RCxxxxxx) und Bürgerenergiegemeinschaften (CCxxxxxx). Sie können Ihre Energiegemeinschaft  hier registrieren.

Es gibt zwei zulässige Methoden die erzeugte Energie aufzuteilen, diese unterscheiden sich wie folgt:
 

  • Bei der statischen Aufteilungsmethode wird jedem Teilnehmer ein vorab fixer Anteil (Prozentsatz) der Erzeugung zugeordnet. Nicht verbrauchte Energie jedes Teilnehmers wird als Überschuss dem Erzeugungszählpunkt zugeteilt. Vorteil der statischen Aufteilung ist die einfache Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit.
     
  • Bei der dynamischen Aufteilungsmethode wird eine flexible Zuordnung der erzeugten Mengen nach dem jeweiligen tatsächlichen Verbrauch der Teilnehmer vorgenommen. In diesem Fall wird nur ein eventueller Gesamtüberschuss in der GEA dem Erzeugungszählpunkt zugeteilt. Die dynamische Aufteilung ist aufgrund der gewissermaßen optimierten Aufteilung des erzeugten Stroms im Allgemeinen wirtschaftlicher.

Die Gemeinschafts-ID ist die Bezeichnung für ein Gemeinschafts-Konstrukt — also die „Klammer“ für die zur Gemeinschaft gehörenden Zählpunkte (Einspeiser und Verbraucher). Ihr Aufbau ist ähnlich einer Zählpunktsbezeichnung. Die Gemeinschafts-IDs für GEAs/ EEGs wird im Zuge der Vertragserstellung vom Netzbetreiber vergeben.

Die Gemeinschafts-IDs für Bürgerenergie-Gemeinschaften gelten Netzgebiet übergreifend für ganz Österreich und werden dabei von Oesterreichs Energie und nicht von den Netzbetreibern vergeben.

In unserem Kundenportal unter dem Service "Datenfreigabe" im Zuge der Zustimmung der Teilnahme an der Energiegemeinschaft. 

In unserem Kundenportal können Sie ihre Lokal- und Regional-ID abrufen. Durch Vergleich der IDs der Zählpunkte von Interessenten einer EEG kann festgestellt werden, ob sich die Zählpunkte im gleichen Lokal- oder Regionalbereich befinden. Stimmen die jeweiligen IDs überein, kann eine EEG gegründet werden.

Die Entscheidung ist einerseits physikalisch aufgrund der Zuordnung der Teilnehmer im Netz bedingt, anderseits liegen dahinter auch soziale und wirtschaftliche Überlegungen der Gemeinschaft.

Die Höhe der Reduzierung des Arbeitspreises für das Netznutzungsentgelt richtet sich nach der lokalen und regionalen Zuordnung der EEG laut aktuellem Preisblatt.

Wenn Sie Mitglied einer Energiegemeinschaft sind und Ihre Energiegemeinschaft die Anmeldung mittels Marktprozesse durchgeführt hat, finden Sie in unserem Kundenportal unter Datenfreigaben die von Ihrer Energiegemeinschaft übermittelten Zählpunkte. Hier können Sie die Teilnahme akzeptieren, der Zusatzvereinbarung zum Netzzugangsvertrag und der Auslesung der Viertelstundenwerte zustimmen.

Allgemeine Infos zu Energiegemeinschaften finden Sie unter energiegemeinschaften.gv.at.